Überprüfung der Nebenkostenabrechnung: Was muss der Mieter wirklich bezahlen?

Die Überprüfung der Nebenkostenabrechnung ist nicht immer leicht. Versteckte Kosten sind dabei für Mieter der übelste Punkt. Ist meine Nebenkostenabrechnung richtig? Diese Frage kann abschließend nur ein Mieterverein oder Fachanwalt für Mietrecht klären.

Es gibt aber einige grundsätzliche Hilfen für die Überprüfung der Betriebskosten. So hat sich im laufe der Zeit eine Liste von Punkten herauskristallisiert, die auch die zweite Miete genannt wird und auf jeder Aufstellung zu finden, und rechtlich kaum angreifbar ist.

Die Punkte wären:

Grundsteuer
Kaltwasser
Abwasser und Warmwasser
Heizung
Aufzug
Straßenreinigung und Müllabfuhr
Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung
Gartenpflege
Beleuchtung
Schornsteinreinigung
Versicherung
Hausmeister
Gemeinschaftsantenne oder Breitbandkabel
Wäschepflege
Schwimmbad
Sauna

Versteckte Kosten unter den Zusatz Sonstige Kosten muss ein Mieter nicht zahlen. Grundsätzlich muss im Mietvertrag geregelt sein, was zu den Nebenkosten zählt.

Im Gegenzug gibt es natürlich auch eine Liste der nicht erlaubten Aufstellungen in Nebenkostenabrechnungen, da sie Angelegenheit des Vermieter sind:

Bankgebühren
Verwaltungskosten
Wartungskosten
Portokosten
Grundeigentümervereine
Kreditzins für Heizölkauf
Wach und Schließdienste
Reparaturen
Mietausfallversicherung
Rechtschutzversicherung
Umweltschädenversicherung
Reparaturkostenversicherung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kürzlich entschieden, dass auch Kosten für die Überprüfung einer Elektroanlage zu den Betriebskosten zählen
Az. VIII ZR 123/06



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