Tierhaltung im Mietwohnungen – Klauseln bei Hamster und Katzen

Die Tierhaltung in der Mietwohnung ist nicht selten Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. Lange Zeit konnten Vermieter ein generelles Haltungsverbot von Tieren in den Mietverträgen einfließen lassen. Dieser Praxis hat der Bundesgerichtshof nun aber einen Riegel vorgeschoben.

Grundsätzlich ist eine Haustierhaltung erlaubt

Der Hausbesitzer kann Tiere nicht grundsätzlich verbieten. Kleintiere wie Kanarienvögel, Kaninchen, Goldhamster usw. darf man halten. Bei Hunden und Katzen allerdings muss man nach der Einwilligung des Besitzers fragen.
BGH Az.: V ZB 5/95

Was auch immer der Vermieter zu diesen Tiergruppen im Mietvertrag angibt, sie müssen sich an ein eventuelles Verbot nicht halten.

Hamster, Schildkröten und Katzen würden die Wohnung nicht beschädigen und andere Mieter nicht stören. Deshalb sei ihre Haltung eine sachgemäße Nutzung der Wohnung, heißt es in dem Urteil, über das die Zeitschrift «Ein Herz für Tiere» berichtet.

Etwas anders ist die Lage bei Hunden oder giftigen und gefährlichen Tieren, schreibt die Zeitschrift: Wer diese trotz Verbot durch den Vermieter hält, müsse mit Abmahnung oder sogar der fristlosen Kündigung rechnen. Ausnahmen gebe es höchstens für Tiere, die wie zum Beispiel Blindenhunde aus gesundheitlichen Gründen gehalten werden.
Bundesgerichtshofs Az:: VIII ZR 34/06



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