Schäden durch Tabakrauch die nicht per Schönheitsreparatur zu beheben sind

Wir haben gelernt, dass der Vermieter in der Lage ist, das Rauchen in den Gemeinschaftsräumen wie Hausflur, Keller, Dachboden und Fahrradkeller per Hausordnung zu untersagen. Dieses Recht will ihm auch keiner absprechen. Weiterhin wissen wir nun, dass der Vermieter keine Handhabe hat, das Rauchen in der Wohnung zu untersagen. Jede Klausel im Mietvertrag die dies besagt ist automatisch unwirksam.

Allerdings wissen wir auch, dass gerade exzessives Rauchen sich in der Wohnung bemerkbar macht. Die Teppiche stinken, die Tapeten vergilbten und Holz wird matt gelblich. Alles Schäden an der Wohnung, die der Vermieter beim Auszug beheben muss, um einen neuen Mieter für seine Wohnung zu finden.

Der Bundesgerichtshof hat dazu im März 2008 eine Entscheidung getroffen, mit der sicher beide Mietparteien leben können. So hat er abermals das Recht des Mieters in der Wohnung zu Rauchen bejaht, aber auch auf die Folgen hingewiesen.

Die Schäden durch Tabakrauch in der Wohnung müssen während der Mietzeit durch eine normale Schönheitsreparatur zu beheben sein. Beim Auszug des Mieters ist eine Renovierung ja nicht zwingend vorgegeben, sofern die Intervalle der Schönheitsreparatur eingehalten wurden, aber auch dann muss durch den Vermieter eine normale Renovierung ausreichen, um die Rauchnachwirkungen aus der Wohnung zu entfernen.

Eine Einschränkung, zugunsten der Mieter hat der BGH noch angestellt. Sind die Klauseln zur Schönheitsreparatur im Mietvertrag ungültig, so hat er auch bei exzessives Rauchen keinen Anspruch auf Abgeltung der Renovierungskosten.
BGH Az: VIII ZR 37/07



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