Schadensersatz für den Teppichboden: Nutzungsdauer muss beachtet werden

Wie ärgerlich, der neue Teppichboden wurde gerade verlegt, die Einweihungsparty ist geschafft und am anderen Morgen bemerkt man zwei kleine Brandlöcher im Teppichboden. Die eine Möglichkeit ist die Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung des Übeltäters, man kann aber auch seine eigene Hausratversicherung um Begleichung der Reparaturkosten anrufen. Beides hatte der Mieter in diesem Fall nicht getan und bei seinem Auszug kam die Frage auf, ob er nun Schadensersatz für den Teppichboden zahlen sollte.

In Lüneburg wurde der Fall vor Gericht gebracht. Die Richter waren wohl selbst Raucher, denn sie urteilten, dass zwei kleine Löcher im Teppichboden, kein Grund sind für einen kompletten Austausch des Bodenbelages, wohl aber für dessen Reparatur. grundsätzlich ist der Mieter nämlich verpflichtet, Schäden an der Mietsache zu ersetzen. Da der Teppich auf Kosten des Vermieters verlegt wurde, musste der Mieter die Reparatur übernehmen.

Hierbei ist zu beachten, dass diese Pflicht entfällt, wenn die Nutzungsdauer, hier maximal zehn Jahre überschritten ist. Dann müsste der Vermieter eh einen neuen Teppich verlegen und kann die Kosten nicht auf seinen Mieter umlegen, da es sich dabei um eine Sanierung und nicht um eine Modernisierung handelt.
LG Lüneburg, Az. 4 S 495 / 90

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