Ratgeber Mietkaution: Höhe Zahlung Zinsen Rückerstattung

Wer eine neue Wohnung anmietet, kommt in der Regel nicht an der Zahlung einer Mietkaution vorbei. Dieser Sicherheitsbetrag soll den Vermieter bei Schäden an der Mietsache vor allzu großen finanziellen Schäden schützen und eine einfachere Durchsetzung seiner Schadensersatzansprüche ermöglichen. Was auf dem Papier sicher schön zu lesen ist, kann sich in der Realität aber als Tropfen auf den heißen Stein erweisen. Die Kaution ist leider nur ein kleiner Teil dessen, was den Vermieter schützt. Gegen wirkliche Mietnomaden oder Vandalismus in der Wohnung kann eine Kaution auch nicht schützen. Was aber ist eine Mietkaution und was bewirkt sie? An dieser stelle finden sie die fünf häufigsten Fragen und Antworten zur Mietkaution.

Welche Summe darf der Vermieter als Kaution verlangen?

Der Vermieter darf höchstens die dreifache Netto-Monatsmiete (Kaltmiete) fordern. Eine Vereinbarung die eine höhere Kaution vom Mieter verlangt ist grundsätzlich unwirksam.

Wie muss die Kaution bezahlt werden?

Grundsätzlich darf die Kaution in drei gleich großen Raten, zusätzlich zum Mietzins gezahlt werden, wobei die erste Rate direkt zu Mietbeginn fällig ist. Aufpassen! die zweite Rate muss spätestens zu Beginn des zweiten Vertragsmonates usw. gezahlt werden.
Ziehen sie zum 15 des Monats ein, ist die erste Rate fällig. Die zweite müsste dann also bereits 15/16 Tage später am 1 des neuen Monats gezahlt werden.

Wie muss die Kaution angelegt werden?

Die Kaution darf auf keinen Fall in das Vermögen des Vermieters einfließen. Sie muss immer getrennt von anderen Konten angelegt werden. Hier ist dann allerdings ein großer Spielraum gewährt. So können Vermieter und Mieter die Anlageform frei wählen. Zur Zeit biete sich da die Anlageform Tagesgeldkonto an, das doch recht gute Zinsen bei hoher Sicherheit einbringt.

Was passiert mit den Zinsen die durch die Kaution erlangt werden?

Die Erträge aus der gewählten Anlageform stehen grundsätzlich immer dem Mieter zu. Es gibt keine Staffelung oder ein Mindestbetrag, der dem Vermieter, zum Beispiel wegen Kontoführung zusteht. Auch müsste der Vermieter ein kostenpflichtig angelegtes Konto selbst tragen und dürfte die Kosten nicht mit der Kaution verrechnen. Der Gesetzgeber geht hier davon aus, dass die einfachste Anlageform, das Sparbuch, immer kostenlos ist.

Wann muss die Kaution bei Auszug zurück gezahlt werden?

Nach Beendigung des Mietverhältnisses sind die offenen Forderungen wie die Betriebskosten zwischen Vermieter und Mieter zu klären. Ist die Wohnung unbeschadet und die Nebenkostenabrechnung erfolgt, so muss die Kaution zeitnah ausgezahlt werden. Dies sollte in der Regel binnen sechs Monate nach Auszug passieren. Bei Auszug dürfen weder Mieter noch Vermieter offene Mietzahlungen mit der Miete verrechnen.



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