Muss ich eine beschädigte Wanne bei Auzug voll ersetzen?

Dusche oder Badewanne bestehen aus einem empfindlichen Keramiküberzug, dieser kann im Laufe der Mietzeit zu einem verblassten, zum anderen aber auch beschädigt werden. Grundsätzlich ist es so, dass der Mieter für Schäden an der Mietsache haftbar ist. Eine Möglichkeit besteht darin eine beschädigte Wanne bei seiner Hausratversicherung anzumelden. Erfolgt die Beschädigung durch einen Unfall, so wird diese in aller Regel den Schaden ersetzen. Ein Beispiel für die Schadensregulierung einer beschädigten Wanne über die Hausratversicherung ist immer wieder der Fall eines Schraubenzieles beim befestigen der Deckenleuchte in die Wanne.

Kann der Mieter den Schaden an der Wanne nicht über seine Hausratversicherung begleichen lassen, so muss er die Kosten für einen Austausch übernehmen jedoch nicht in voller Höhe und nicht zum Neupreis einer Bank. Dies hat das Amtsgericht Paderborn in einem Urteil entschieden.
Bitte hier den Einzelfall betrachten, da die Badewanne bereits 15 Jahre alt war.. Bei einer anzunehmenden Lebensdauer von 23 Jahren so das Gericht, verurteilte es den Mieter lediglich zur Zahlung von ein drittel des Neupreis. Würde man hier den Mieter zur Zahlung der Neuanschaffung und Einbaukosten verurteilen, so würde daraus eine Wertsteigerung eingetreten. Diese hat der Mieter jedoch nicht zu bezahlen.
Amtsgericht Herborn Az:: 50 C 291/06-13



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