Mietrecht: Leinenzwang | Wachhund | Kratzspuren

Erlaubnis für Wachhund im Mietrecht
Erlaubt der Vermieter dem Mieter die Haltung eines Wachhundes, so erlischt diese nicht bei Tod des Hundes. Der Mieter kann sich auch weiterhin auf das Recht zur Haltung eines Wachhundes berufen, selbst wenn er zwischen der Haltung des alten und neuen Hundes eine Pause einlegt.

Gerade bei einem einsam gelegenen Wohngrundstück umfaßt der Wohngebrauch die Haltung eines Wachhundes. In einer solchen Wohngegend können zudem Belästigungen und Bedrohungen von einem Hund kaum ausgehen. AG Neustrelitz, Az.: 2 C 436/94

Vermieter kann Leinenzwang einführen

Ein Vermieter darf dem Mieter das unangeleinte Herumlaufen eines
Schäferhundes in den allgemein zugänglichen Grundstücksteilen verbieten, so entscheiden vor dem Amtsgericht Frankfurt. Dies ist selbst dann der Fall, wenn der Hund als Wachhund arbeitet. In einem Fall sollte der Hund eine Gastwirtschaft bewachen.

Die Richter waren aber der Meinung, dass die Schutzrechte des Menschen höher einzuschätzen sind, als die von materiellen Dingen. Da gerade von einem Wachhund eine größere Gefahr ausgehe, dürfe dieser nur auf einem eigenen Grundstück frei herum laufen, nicht aber wenn bei freiem Auslauf Hausbewohner und Grundstücksbenutzer durch den Hund gefährdet sind.
AG Frankfurt/Main, Az.: 333 C 97/57

Kratzspuren am Türanstrich

Jeder Mieter der eine Katze hält kennt das Problem. Will die Katze raus oder hat sie Langeweile, dann wird an allem gekratzt, nur nicht am Kratzbaum.
Handelt es sich dabei um die Wohnungstür oder eine Tür in der Wohnung, so können schnell Kratzspuren entstehen. Diese sind im Rahmen der Schönheitsreparaturen von dem dafür verantwortlichen zu tragen.
Muss der Mieter diese Reparaturen laut gültiger Vertragsklausel ausführen, so ist auch die Tür zu reparieren. Ansonsten zahlt der Vermieter
AG Steinfurt Az.: 4 C 51/95



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