Mietrecht: Grillen Katzen Zigarettenrauch und Lautstärke

Streitpunkt Nummer eins: das Grillen. Grundsätzlich darf man auf dem Balkon und im Garten brutzeln, wie verschiedene Gerichte inzwischen entschieden haben. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings: Im Mietvertrag ist das Grillen ausdrücklich verboten.

Der Nachbar wird von Rauchschwaden erheblich belästigt. Dann lieber sein lassen.
Die Kinder wollen einen Sandkasten im Garten? Wenn laut Mietvertrag ein Teil des Gartens nach eigenen Wünschen genutzt werden darf und genügend Platz vorhanden ist – kein Problem! AG Bonn, Az.: 8 C475/9

Erscheint Nachbars Katze auf der Terrasse, muss man das hinnehmen – nicht aber ihre Hinterlassenschaften. Außerdem sind Tierhalter verpflichtet, ihre Lieblinge so zu halten, dass sie keine fremden Wohnungen betreten. LG Bonn, Az.: 8 5 142/09

Zigarettenqualm, der vom Balkon nebenan in die Nase zieht, wird oft als lästig empfunden. Trotzdem muss man ihn tolerieren, meinen Richter. Nur wenn das „normale Maß“ überschritten wird, besteht ein Unterlassungsanspruch. Rauchverbote für Gemeinschaftsflächen wie Parkplätze sind übrigens wirksam.
Fernsehen auf dem Balkon ist erlaubt, solange man es mit der Lautstärke nicht übertreibt. Kann der Nachbar jedes Wort mithören, ist das eindeutig zu laut. Wer dagegen verstößt, riskiert Ärger mit der Polizei. OLG Oldenburg, Az.: 13 U 53/02

Bunte Pflanzenkästen, Blumenampeln, Rankgitter und Sichtschutz seinen Balkon darf man nach Belieben dekorieren. Voraussetzung ist: Die Deko ist ordnungsgemäß befestigt, und es muss nicht gebohrt werden.



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