Mieter darf nicht in den Garten pinkeln

Wer einen Garten zu seiner Mietwohnung zählt, der kann sich heutzutage glücklich schätzen. Auch die kleine Einschränkung, den Garten vielleicht mit anderen Mietern teilen zu müssen, ist eigentlich kein Problem. Im Gegenteil, für eine harmonische Nachbarschaft ist ein gemeinsames Grillfest wie gemacht.

Ein Mieter jedoch hatte keinen Sinn für seinen Garten, den er sich mit drei anderen Parteien teilen musste. Auch hatte er wohl die Anstandssuppe mit der Gabel gegessen, denn laufend mussten die anderen Mieter mit ansehen – und später auch riechen, wie der Mieter in den gemeinsam genutzten Garten pinkelte.

Abmahnung des Vermieters beim Pinkeln im Garten

Sicher hat jeder schon mal irgendwann und irgendwo draußen in den Wald gepieselt. Aber man macht das doch nicht vor der eigenen Haustür, wo es andere sehen und riechen können. Im Sommer sind das unzumutbare Zustände.
In diesem Fall sahen das die anderen Mieter auch so und verlangten von Vermieter etwas gegen den Dauerpinkler zu tun.
Drei Abmahnungen schickte der Vermieter an den Pinkelheini, aber der hatte nichts besseres zu tun, weiterhin in die Rabatte zu strullern.
Irgendwann ist das auch die größte Gelduldsblase zerplatzt. Der Mieter erhielt von Vermieter die Kündigung und das zu Recht, wie nun das Amtsgericht Köln Az: – 210 C 398/09 entschied.

Störung des Hausfriedens

Wer durch sein Verhalten den Hausfrieden stört, andere Nachbarn belästigt und zudem noch seine mietvertraglichen Pflichten nicht nur vernachlässigt sondern grob fahrlässig missachtet, dem kann gekündigt werden. Der Vermieter sprach in diesem Fall die fristlose Kündigung aus und weil der Mieter nicht ausziehen wollte, kam die Räumungsklage gleich hinterher.
Ob er nun unter der Brücke schläft und dort gegen den Betonpfeiler pinkelt ist nicht bekannt

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