Kündigung der Mietwohnung bei einer fehlenden Mietzahlung

Nun ist aber schluss mit lustig. Säumige Mieter die meinen ihre Miete nicht zahlen zu müssen, werden nun ganz schnell ihre Wohnung verlieren.
Der BGH auch Bundesgerichtshof genannt und somit das höchste Deutsche Gericht für diesen Verfahrensweg hat erklärt, dass Vermieter bereits schon bei einer fehlenden Miete berechtigt sind, die Wohnung zu kündigen.
Grundlage für diesen höchstrichterlichen Leitsatz war die Klage eines Berliner Wohnungsbesitzers durch alle Instanzen.
Bei Zahlungsrückständen sehen die Richter von BGH also keinen Grund mehr, Gnade walten zu lassen.
Bisher war es immer so, dass zumindest zwei Monatsmieten fehlen mussten, damit der Vermieter die Mietwohnung mit einer Frist von drei Monaten kündigen kann.
Diese Rechtsprechung ist nun aufgehoben. Vermieter können säumige Mieter nun schon bereits bei fehlen einer Miete kündigen. Allerdings muss genau eine Miete fehlen. Hat der Mieter nur zu wenig überwiesen, so ist die Kündigung hinfällig.

Was passiert nun genau? Der Mieter zahlt eine Miete nicht. Der Vermieter kann kündigen.
Ungeachtet dessen, dass es Gründe geben kann ,warum man seine Miete mal nicht zahlen kann, Verständnis hin oder her, das ist eine Ansichtssache, denn auch der Vermieter kann erhebliche auf die Mietzahlung angewiesen sein.

Noch ist es in einem solchen Fall möglich, die Miete nachzuzahlen und dadurch die Kündigung aufzuheben. Wie lange dieses Spielchen noch durchgeht ist fraglich.

Bundesgerichtshof Az: VIII ZR 107/129



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