Gesundheit: Heißes Vollbad kann tödlich sein

Es gibt doch nichts schöneres als ein warmes Bad in der Badewanne. Auch wenn sich der Mieter zu Beginn der Mietzeit für eine Wohnung entscheidet, die lediglich eine Dusche im Badezimmer beinhaltet, so wird späteren Jahren durchaus einmal der Wunsch nach einer Badewanne auf,. Es ist einfach ein tolles Gefühl sich ein Entspannung Bad in der eigenen Badewanne zu können. Dazu werden ätherische Öle dem Badewasser zugefügt, die einen angenehmen Duft verbreiten. Dies passiert jedoch nur dann, wenn das Badewasser eine gewisse Temperatur aufweist.

Damit die Öle ihre volle Wirkung entfalten können ist eine Wassertemperatur von mindestens 41 Grad notwendig. Genau diese Gradzahl hat das Amtsgericht München auch als Mindesttemperatur für ein angenehmes Vollbad deklariert. Weniger sei nicht akzeptabel so die Richter in dem Fall eines Mannes, der 42 Minuten warten musste, bis seine Beine mit heißem Wasser gefüllt war. Die Heiztherme hatte wohl zu wenig Leistung, oder der Warmwasserspeicher war zu gering bemessen. Man kann sich vorstellen, dass wenn es knapp eine Dreiviertelstunde dauert, bis die Badewanne gefüllt ist, dass in dieser Zeit das Wasser schon wieder klein wenig abgewandelt.

Auf die Klage des Mieters vor dem Amtsgericht München auf ein heißes Vollbad erklärte der Vermieter zum Erstaunen aller Beteiligten, dass ihm die Gesundheit seines Mieters sehr am Herzen läge. Er habe gelesen, dass die möglichen Folgen eines zu heißen Bades nicht mit seiner Einstellung des Gesundheitsschutzes zu vereinbaren wäre. Hohe Wassertemperaturen so der Vermieter würden Herz und Kreislauf des Mieters beeinträchtigen, vielleicht sogar überlasten, zumindest aber die Haut des Mieters austrocknen somit frühzeitig altern lassen.

Mit einem grinsen und einer Lachträne im Auge verdonnert Richter den Vermieter dazu, eine neue, größere Heiztherme die vermietete Wohnung einzubauen. Dem Mieter gab der Richter dann noch den freundschaftlichen Rat auf den Weg, sich doch um eine Feuchtigkeit spendende Creme zu bemühen. Seine Frau würde im Internet immer bei Douglas bestellen und dort eine Menge sparen.

Amtsgericht München Aktenzeichen: 463 C 4744/11



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