Altbauwohnung: Toaster und Waschmaschine betreiben

Der Charme einer Altbauwohnung ist nicht für jeden zu erkennen. Die Hohen Decken in einer Altbauwohnung sind nicht jedermanns Sache. Viele Altbauwohnung werden aber schon jetzt so saniert, dass sie den Ansprüchen einer neuen Mietwohnung gerecht werden, doch auch die wirklichen Alten Wohnungen sind immer noch heiß begehrt.

Doch ist bekannt, dass in einer Altbauwohnung alles ein wenig älter ist, so wie in diesem Fall die Stromversorgung der Wohnung. Der Mieter wollten neben der Waschmaschine auch seinen Toaster . oder war es der Staubsauger – betreiben. Dabei flog aber immer die Sicherung raus.

In seinem Mietvertrag stand dazu, er dürfe wohl eine Waschmaschine in der Wohnung betreiben, „wenn und soweit die Kapazität der vorhandenen Installationen ausreicht“.
Also eigentlich nicht, denn die Sicherung sprang ja immer wieder raus.

Naheliegend wäre hier ja eine Sanierung und oder Modernisierung der elektrischen Angale i nder Wohnung. Dazu stand im Mietvertrag: „Wird das vorhandene Netz überlastet, ist der Mieter verpflichtet, die Kosten der Verstärkung oder sonstigen Änderung des Netzes zu tragen“

Kann doch nicht sein. Der Mieter minderte die Miete, der Vermieter klagte auf Räumung.
Erste Instanz, der Mieter gewann. In der zweiten der Vermieter und die Revision vorm BGH dann wieder der Mieter.

Die Richter am obersten Gericht erklärten dazu: Ein Mieter hat grundsätzlich Anspruch auf eine Elektrizitätsversorgung, die zumindest den Betrieb eines größeren Haushaltsgerätes (z. B. Waschmaschine) und gleichzeitig weiterer haushaltsüblicher Geräte ermöglicht.

Auch Mieter einer nicht modernisierten Altbauwohnung haben Anspruch auf eine gute Elektroversorgung.
Diese muss sicherstellen, dass mehrere Haushaltsgeräte gleichzeitig benutzt werden können.
BGH Az:VII ZR 343/08



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