Mietminderung für die Dauer von Baumaßnahmen

Mietminderung für die Dauer von Baumaßnahmen. Den ganzen Sommer über dringt lauter Baulärm auf dein Grundstück, Staub und Gestank weht herüber, dass will kein Mieter gern haben. Was man leicht als Baumaßnahmen vom Nachbargrundstück bezeichnen kann, ist im einzelnen gesehen vielleicht nicht lebensbedrohlich, stört aber das Wohlbefinden und mindert den Erholungswert einer Wohnung nach einem langen Arbeitstag.

Wie auch immer die gute Frau in dem Fall vor Gericht ihre Beeinträchtigungen genau geschildert hat ist nicht bekannt, im Grunde ging es aber um den Bau einer Tiefgarage und ein Gebäude auf dem Grundstück des Nachbarn.
Für fast ein zurück liegende Jahr forderte die Frau nun von ihrer Vermieterin knapp eintausend Euro an Miete zurück, was in etwa eine Mietminderung von 20 Prozent ergäbe. Das Gericht hielt die Mietminderung angesichts der Beeinträchtigungen für angemessen.

Wo in der ersten Instanz noch die Mieterin verlor, musste die Vermieterin vor dem Landgericht Berlin klein beigeben. Lärm, Staub und Erschütterungen nicht nur wochentags, sondern zeitweise auch am Wochenende waren nach Ansicht der Richter nicht zuzumuten. Dass die Vermieterin nichts für die Beeinträchtigungen konnte, blieb vor Gericht unbestritten, ändere aber nichts an der Tatsache, dass die Wohnung nur noch eingeschränkt zu benutzen sei.



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