Mietminderung bei Feuchtigkeit und Schimmel

Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung sind häufig ein Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. Wer will schon Nasse Wände, ein Laminatboden der aufquillt. Schäden durch Feuchtigkeit beziehen sich leider nicht immer nur auf das Gebäude, die Gesundheit kann da erheblichen Schaden nehmen.

Natürlich lassen sich Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung vermeiden oder beheben. Die Schuldfrage ist auch nicht immer klar geregelt. Lag es am Lüften oder liegt ein Baufehler vor. Feuchtigkeit im Bad oder im Wohnraum muss aber kein Mieter hinnehmen. Er hat natürlich die Pflicht ordentlich zu lüften. Gerade bei neueren Häusern ist das wichtig, denn die dichten Fenster lassen keine Luft mehr rein.
Auf jeden Fall muss der Mieter seinen Vermieter von der Feuchtigkeit und dem Schimmel in der Wohnung in Kenntnis setzen.

Das ist in einem Fall auch so gewesen. Der Schaden an der Wasseruhr der zur Feuchtigkeit und der Schimmelbildung geführt hatte, wurde schnell vom Vermieter behoben. Dennoch wollte der Mieter eine Mietminderung durchsetzen. Schließlich mussten im Anschluss an die Reparaturarbeiten Trockengeräte in der Wohnung aufgestellt werden.

Für die Feuchtigkeitsschäden gab es 33 Prozent Mietminderung. Aber der Einsatz von Trocknungsgeräte in einer Wohnung mit einem einen Lärmpegel von über 50 dB ließen laut Angaben der Richter eine 100 prozentige Mietminderung zu. Dem Mieter war es nicht zuzumuten bei diesem Lärm in der Wohnung zu bleiben.

Auch die Kosten für den Strom den die Geräte verbrauchten musste der Vermieter ersetzen.
Zudem noch die Gerichtskosten, da man sich ja nicht vernünftig geeinigt hatte.

Weitere Urteile und Rechtsfragen aus dieser Kategorie

   Beitrags Navigation in der Kategorie


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.