Mietminderung: Baulärm, Einsturzgefahr Asbest und mehr

Mietminderung wegen Billardcafe
Geht von einem Billardcafe im Haus eine deutliche Lärmbelästigung aus, so rechtfertigt dies eine Kürzung der Miete in Höhe von 20%
AG Köln Az: 201 C 581/88

Mietminderung wegen Einsturzgefahr im Wohnzimmer
Was sich zuerst einmal unglaublich ließt, ist tatsächlich vor Gericht verhandelt worden.
In einer Wohnung konnte das Wohnzimmer nicht mehr genutzt werden, weil die Decke einsturzgefährdet war. Allerdings nicht in einem Maße dass die anliegenden Zimmer ebenfalls eine Gefahr darstellten.
Daher wohl auch nur die entsprechend geringe Minderung der Miete in Höhe von 25%
AG Bochum Az: 5 C 668/78

Mietminderung wegen Baulärm in der Nachbarschaft
Bäulärm in der Nachbarschaft ist oft unerträglich. Der eine baut, der andere baut um und der dritte wartet bis die beiden anderen fertig sind, um dann selbst den Bohrhammer zu schwingen.
Obwohl ihr Vermieter diesen Lärm weder verursacht noch zu verantworten hat, können sie einem Urteil des Landgerichts Darmstadt zufolge, die Miete um 25% mindern.
LG Darmstadt Az: 17 S 284/82

Mietminderung bei braunem Wasser
Kommt aus den Wasserleitungen extrem eisenhaltiges, braunes Wasser, kann der Mieter die Miete bis zu 20% kürzen, sofern der Vermieter über einen längeren Zeitraum keine Abhilfe schafft. LG Hanau Az: 7 O 1037/99

Mietminderung wegen Asbestfasern aus Nachtspeicheröfen
Das Landgericht Dortmund hat im Jahre 1993 ein Urteil gefällt, dass dem Mieter den Anspruch auf eine Mietminderung in Höhe von 30% zusichert, wenn aus dem Nachtspeicherofen Asbestfasern austreten.
LG Dortmund 11 S 197/93
Dass der Mieter dazu nicht unbedingt einen Nachweis bringen muss, hat das Landgericht Hannover entscheiden. Az: 8 S 203/96
Es sprach dem Mieter in seinem Fall leider nur 18% Minderung auf die Miete zu.
Keine Regel ohne Ausnahme und wie gewohnt kommt sie vom Amtsgericht Bonn.
Die Richter hier entschieden, dass dem Mieter dann keine Mietminderung zusteht, wenn die aus dem Ofen austretenden Asbestfasern in der Raumluft praktisch nicht nachgewiesen werden können.
AG Bonn Az:- 6 C 402/89



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