Keine Mietminderung bei Stromschulden

Viele Mieter zahlen ihre Stromschulden nicht, einige von ihnen sind dabei aber alles andere als einfallslos.
Ein Mieter war besonders dreist.

Da er seine Stromschulden nicht zahlte, wurde ihm der Zähler entfernt.
Zwar beglich er später die offene Forderung, zahlte aber nicht die Gebühren für den Aus und Einbau des Zählers.

Also weigerte sich der Stromanbieter den Zähler wieder einzubauen und der Mieter saß ohne Strom in seiner Wohnung. Da man man wohl recht viel zeit hatte, kam er auf die Idee seinen Vermieter zu ärgern und legte eine Mietminderung wegen Unbenutzbarkeit der Wohnung vor. Schließlich kann er in einer Wohnung ohne Strom ja nicht richtig leben und wollte 50% der Miete einbehalten.

Da mussten selbst die Richter am Bundesgerichtshof in Kassel lachen. Sie machten es spannend und gaben dem Mieter in allen Punkten Recht.
Eine Mietminderung stehe dem Mieter zu, wenn er in der Wohnung keinen Strom mehr hätte.
Auch stimmten sie seinen Ausführungen zu, dass die Wohnung ohne Strom nicht nutzbar sei und 5ß% Mietminderung angemessen seien.

Der Mieter konnte sein Grinsen nicht verbergen, aber nur bis zu dem Zeitpunkt als der Richter meinte, sie haben in allem recht, da sie an diesem Umstand aber selbst schuld sind, kommt eine Mietminderung nicht in Frage.
Nun Biss der Vermieter vor Freude in die Tischkante und freute sich nicht nur darüber, dass der Mieter die einbehaltene Miete nach zahlen muss, sondern auch, da sie ihm gekündigt hatte, der dieser nun aus seiner Wohnung raus musste.

Bundesgerichtshof Az: VIII ZR 113/10



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