Fettabsaugung: Bei Krankheit muss die Kasse den Eingriff bezahlen

Fettabsaugung: Bei Krankheit muss die Kasse den Eingriff bezahlen
Eine Frau litt an einer krankhaften Vermehrung von Fettzellen an Beinen und Armen. Sie wollte das Fett absaugen lassen, doch die Krankenkasse empfahl Kompressionsstrümpfe und Lymphdrainage. Ein Gutachten stellte aber fest, dass diese Behandlungen der Frau keinen Erfolg bringen würden. Das Gericht entschied, dass die Kasse die Fettabsaugung zahlen muss. SG Chemnitz Az: S 10 KR 189/10



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2 thoughts on “Fettabsaugung: Bei Krankheit muss die Kasse den Eingriff bezahlen

  1. Kasse zahlt Fettabsaugen nicht
    Eine Frau hatte ein Lipödem, eine schmerzhafte Ansammlung von Fettgewebe. Da keine Therapie anschlug, ließ sie es sich absaugen. Die Krankenkasse weigerte sich, die Kosten zu tragen. Die Frau klagte und verlor. Die Begründung des Gerichts: Fettabsaugen werde im ambulanten Bereich noch nicht vom Gemeinsamen Bundesausschuss empfohlen. Daher müssen Kassen nicht zahlen.
    Sozialgericht Mainz Az: 514 KR 143/11

  2. Fettabsaugung: Zahlt die Krankenkasse das Absaugen von Fett
    Das Sozialgericht Mainz hat dicken Menschen gegenüber wenig Verständnis aufgebracht. Allerdings kann man den Richtern dort keinen Vorwurf machen, sie haben sich lediglich an die Vorgaben des gemeinsamen Bundesausschusses gehalten.
    Dieser hat das Fettabsaugungen als Behandlungsmethode bisher noch nicht empfohlen, weshalb die Krankenkasse die Behandlung auch nicht bezahlen muss.

    Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, ob der Eingriff lediglich als Schönheitsoperation anzusehen ist, oder es sich um einen medizinisch relevanten Eingriff handelt. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn das Fettgewebe krankhaft vergrößert ist.
    Sozialgericht Mainz Az: S 14 KR 143/11

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