Umzug melden sonst droht Verlust des Arbeitslosengeldes

Ein Umzug ist nervenaufreibend und mit viel Arbeit verbunden, der Verlust des Arbeitslosengeldes wiegt aber sehr hoch. Viele Dinge sind zu erledigen, zu organisieren, die Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung, die Renovierung der neuen Wohnung muss geleistet werden.
Arbeitslose hingegen müssen eine weitere wichtige Vorgabe erledigen. Sie müssen ihren Umzug fristgerecht, umgehend und ohne schuldhafte Verzögerung dem Jobcenter melden.

Hier ist wichtig zu beachten, ein Nachtsendeantrag bei der Deutschen Post befreit nicht von der Meldepflicht. Das Jobcenter muss jederzeit in der Lage sein dem Empfänger von Sozialleistungen zu erreichen um ihn eventuell zu vermitteln. Daher reicht es nicht aus, dass per Nachtsendeantrag durch Freunde oder Bekannte diese Info weiter gegeben wird.

Wer Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt bezieht, ist verpflichtet, einen Umzug beim Arbeitsamt zu melden. Und zwar unverzüglich

Das entschied das Sozialgericht Koblenz Az: S 9 AL 165 / 14. Hier wird mit Berufung auf die Erreichbarkeitsanordnung das Arbeitslosengeld gestrichen. Verlassen Sie sich also nicht auf den Postnachsendeantrag  beim Einwohnermeldeamt.

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