Neue Wohnung wegen Treppen zur Wohnung

Gesundheitliche Probleme mit ihren Beinen sind Anlass für eine ältere Frau gewesen, beim Jobcenter nach einer neuen Wohnung zu fragen. Die von Schmerzen geplagte Frau konnte ihre Wohnung kaum mehr verlassen, da sie den Treppenaufgang zum vierten Stock nicht mehr schaffte.
Das sah das Jobcenter Geißen aber anders. Bisher wurde die Wohnung zur Hälfte vom Jobcenter bezahlt, die neue barrierefreie Wohnung sollte aber deutlich mehr kosten, was auch eine Erhöhung der Zuzahlung durch das Jobcenter zur Folge hätte.

Der Frau blieb also nur der Ganz zum Anwalt, der Klage auf Zustimmung stellte und diese auch durch bekam. Wer Hartz 4 im ganzen oder als Aufstockung bekommt, muss die gleichen Rechte haben wie ein Arbeiter. Jeder der aus gesundheitlichen Gründen seine Wohnung in einer oberen Etage nicht mehr erreichen kann würde ebenso umziehen, meinten die Richter und verpflichteten das Gießener Jobcenter die monatlichen 300 Euro für die neue Wohnung zu übernehmen.
Sozialgericht Gießen Az: S 25 AS 832/12 ER

Was sich der Sachbearbeiter bei der Ablehnung wohl nur gedacht hat? Ist es nicht ein klein wenig menschenunwürdig eine solche Kostenforderung abzulehnen, wenn der Arzt bestätigt, dass Treppensteigen Gift fürs Knie ist und nur unter starken Schmerzen die Wohnung verlassen und wieder aufgesucht werden kann? Wie herzlos muss ein Mensch sein, eine solche Entscheidung zu fällen.
Gut das im Sozialgericht Gießen noch verständnisvolle Richter sitzen.
Das Urteil ist rechtskräftig, die alte Dame kann nun in die neue Wohnung umziehen!



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