Sorgerecht für Väter ab der Geburt

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Das Väter ein sofortiges Sorgerecht ab Geburt des Kindes haben wurde leider nicht erreicht. Aber ein kleiner Schritt in Richtung gemeinsames Sorgerecht bei unverheirateten Paaren ist geschafft.
Ab sofort und rückwirkend erhalten Väter ebenso das Sorgerecht am Kind, wenn sie dieses beim Familiengericht beantragen und die Mutter binnen sechs Wochen keine Einwände vorbringt.

Allein das wäre schon mal ein Schritt in Richtung gemeinsames Sorgerecht. Es kommt aber noch besser. Nicht nur, dass der Vater nicht mehr beweisen muss, dass das gemeinsame Sorgerecht dem Kindeswohl zugute kommt. Auch die Mutter kann das Sorgerecht nicht einfach deshalb für sich beanspruchen, weil sie es so will.

Die unverhältnismäßigen Eingriff in die Elternrechte des Vaters so das Bundesverfassungsgericht macht es notwendig, beide Elternteile gleich zustellen und das Wohl des Kindes entscheiden zu lassen, ob auch beide das Sorgerecht erhalten.

Zusätzlich kann der Vater nun auch noch gerichtlich prüfen lassen, ob ihm nicht das Sorgerecht allein zugesprochen werden kann, etwa wenn das dem Wohl des Kindes in besonderem Fall entspricht.


Entscheidungen des Gesetzgebers und der Gerichte sind immer recht trocken und pauschal.
Nicht selten kommt es vor, dass sie sich nur wenig an der Realität orientieren und mehr Fragen offen lassen, als das durch sie beantwortet werden.
So auch im Falle des Sorgerechts für unverheiratete Paare.

Der Vater ohne Trauschein kann nun das alleinige Sorgerecht beantragen.
Um das durch zu bekommen müsste die Mutter schon kriminell, drogensüchtig oder gemeingefährlich sein.
Im Umkehrschluss könnte man nun meinen, wenn die Mutter das alleinige Sorgerecht haben möchte, sollte auch der Vater wenigstens eines der genannten Merkmale aufweisen.
Das ist aber mal gar nicht notwendig.

Mutter und Vater bekommen ein Kind. Die Mutter bleibt zu Hause, lässt oft Freunde fallen, muss von viel weniger Geld leben und steht nicht selten mit allen Problemen allein dar.
Nun soll der Vater Arztbesuche, Operationen, Umzug der Mutter, den Urlaub usw. mitbestimmen dürfen.
Für jene die sich gemeinsam um das Kind nach der Trennung kümmern, bedurfte es keine Änderung des Sorgerechts.
Nun aber haben Väter etwas mehr die Möglichkeit sich an der Mutter zu Lasten des Kindes zu rächen, etwa wenn sie verlassen wurden und jeden Monat auf dem Kontoauszug die Abbuchung des Unterhals sehen.

Man schreibt und spricht immer vom Sorgerecht, wo ist die Sorgepflicht? Wo steht das Kind im Vordergrund? Wo werden die Eltern dazu verurteilt Eltern zu sein? Denn auch die Kinder haben Rechte, nämlich das Recht auf Kind sein und Eltern zu haben.
Schauen wir doch mal in die Wartezimmer der Kinderärzte, in die Klassenräume beim Elternsprechtag und auf Schulfeiern, Kindergartentage usw.
Es sind doch nicht alle Väter immer am arbeiten. Sicher hätten viele die Möglichkeit auch diese Wege mitzugehen. Aber da wird gesagt, das kann die Mutter machen, ich zahle ja schließlich Unterhalt. Das ist der Lohn für die Arbeit die die Mutter mit dem Kind hat.

Falsch, Unterhalt ist dazu gedacht, das Kind angemessen auszustatten und ihm Essen, Trinken und Kleidung zu geben.
Liebe, Vorsorge und Geborgenheit kann man mit Geld nicht bezahlen.

Ich bin froh mit zwei Elternteile aufgewachsen zu sein und würde jedem Kind wünschen dieses Glück ebenso zu erfahren.

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