Gemeinsames Sorgerecht: Impfungen des Kindes

Die Impfempfehlungen der STIKO dass gerade Kinder die Schutzimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken C, Masern, Mumps und Röteln erhalten sollten unterliegt bei einem gemeinsamen Sorgerecht beiden Elternteilen.

Welche Schutzimpfungen sind für Kinder empfehlenswert

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Es gibt eine Reihe an Webseiten die wissenschaftlich, teils sogar interessant aber auf jeden Fall besser als wir es in der Lage sind, sie über die Notwendigen Impfungen informieren können.


Empfehlenswerte Informationen zu Schutzimpfungen

Wir empfehlen die Seite impfen-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier können die Kinder den Eltern über die Schulter schauen und auch gleich etwas die Angst vor einer Impfung verlieren.

Schutzimpfungen beim gemeinsamen Sorgerecht

Die Schutzimpfung stellt keine alltägliche Angelegenheit dar, ist für das Kind allerdings von erheblicher Bedeutung. Damit sind zwei wichtige Punkte für eine gerichtliche Verfügung gegeben:

  • Eine Regelung ist für das Kind von erheblicher Bedeutung § 1628 Satz 1 BGB
  • Die Regelung stellt keine alltägliche Angelegenheit dar § 1687 Abs. 1 BGB

Familiengericht entscheidet bei Uneinigkeit der Eltern

Naturgemäß gibt es immer verschiedene Meinungen zu einem Thema. Bei den Schutzimpfungen ist es nicht anders. Der eine schwört auf ihre Hilfe, der andere verteufelt sie. Streit gibt es dazu auch in der Familie. Bei getrennt lebenden Eltern die sich das Sorgerecht teilen, muss dieser Streit aber zum Wohle des Kindes beendet werden.

Kommt keine Einigung zwischen den Eltern zustande, so muss das Gericht auf Antrag eines Elternteils die Entscheidung einem Elternteil übertragen. Dabei geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Entscheidungskompetenz dem Elternteil zu überlassen ist, dessen Lösungsvorschlag dem Wohl des Kindes gerecht wird.

Schutzimpfungen dienen dem Wohl des Kindes

Die Impfempfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) sind als medizinischer Standard anerkannt worden. Sofern bei einem Kind keine besonderen Impfrisiken vorliegen, kann auf die Impfempfehlungen als vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen werden.

Damit ist die Entscheidungshoheit beim gemeinsamen Sorgerecht dem Elternteil zu überlassen, welches sich an die Impfempfehlungen halten will.

Bundesgerichtshof Az: XII ZB 157/16



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