Abmahnung: Fotos in abgelaufenen Ebay Auktionen

3.2.1 meins kann aus altem neues Bargeld machen, einem Händler ein Zubrot bescheren aber auch viel Ärger nach sich ziehen. Schnell mal was privat verkauft oder als gewerblicher Händler bei Ebay rein gestellt und schon hagelt es eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht, weil man ein Foto genommen hat, das einem anderen gehört.

Schon sehr ärgerlich und nicht zuletzt auch ziemlich teuer kann das stehlen fremder Fotos werden. Man denkt das Bild ist doch gar nicht gestohlen, das hat doch einer für seine Auktion genutzt, dann war es doch schon öffentlich. Das Urheberrecht auf Bilder sagt aber nichts dazu aus, dass ein Bild diesen Schutz verliert, wenn man es selber online zugänglich macht.

Nimmt man nun ein Bild ohne Zustimmung derer dem es gehört kommt eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung. Darin wird der Abgemahnte aufgefordert es zu unterlassen, dass Bild weiterhin zu benutzen. Wie immer ist die Unterschrift unter eine Unterlassungserklärung nur nach Durchsicht durch einen Anwalt zu tätigen. Da lauern so viele Fallstricke und manchmal geht es auch alles ein klein wenig günstiger.

Aber die Erklärung selbst ist hier nicht das Thema, sondern deren Auswirkungen. Erklärt man es zu unterlassen, das betroffene Bild weiterhin zu nutzen, so muss man schon ein bisschen weiter denken als nur die Finger vom Bild zu lassen. Wo wurde es überall verbreitet? Vielleicht im Facebook Profil, oder in einer bereits abgelaufenen Auktion? Dann läge hier nämlich ein Verstoß gegen die Unterlassungserklärung vor. Der Abgemahnte muss durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass das zu Unrecht benutzte Bild aus dem von ihm erstellten öffentlichen Plätzen entfernt wird. Eine abgelaufene Auktion ist ein solcher Platz.
BGH: Az.: I ZR 76/13



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.