Zeitvertag mit Sachgrund

Ein sachlicher Grund für eine Zeit- oder Zweckbefristung liegt gemäß § 14 Abs.1 TzBfG „insbesondere“ vor, wenn

  1. der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht,
  2. die Befristung im Anschluß an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern,
  3. der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird,
  4. die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt,
  5. die Befristung zur Erprobung erfolgt,
  6. in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen,
  7. der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind, und er entsprechend beschäftigt wird oder
  8. die Befristung auf einem gerichtlichen Vergleich beruht.

Liegt ein solcher Sachgrund vor, ist eine Zeit- oder Zweckbefristung wirksam. Wie das Wort „insbesondere“ deutlich macht, ist diese Aufzählung von acht verschiedenen Sachgründen für eine Befristung nicht abschließend, d.h. es ist möglich, daß der Arbeitgeber die Zulässigkeit der Befristung mit anderen, in dieser Aufzählung nicht enthaltenen Gründen rechtfertigt.

Ob eine entsprechende Verpflichtung besteht, den tatsächlichen Grund anzuführen, müßte erst recherchiert werden. Einfacher wäre es doch, wenn man den Arbeitgeber einfach danach fragt.

Befristung ohne Angabe von Gründen

Es besteht für den Arbeitgeber keine Verpflichtung den Grund der Befristung anzugeben.
Auch muss der Arbeitgeber nicht angeben, ob die Befristung nach § 14 Absatz 1 TzBfG oder § 14 Absatz 2 oder 3 TzBfG abgeschlossen wurde.

Wichtig ist nur, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages immer schriftlich erfolgen muss.
Nun kann man denken, klar schriftlich, aber hier ergeben sich für viele Arbeitnehmer die Möglichkeit in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu rutschen.

Werden die gesetzlichen Vorschriften zur Einhaltung der Schriftformerfordernis nicht oder nicht umfassend erreicht, so ist die Befristung unwirksam und aus dem befristeten Arbeitsvertrag wird automatisch eine unbefristete Anstellung.



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