Urteile zur Tierhaltung in Mietwohnungen

Wer einen Hund liebt, der will ihm auch ein schönes zu Hause geben.
Was im Eigenheim eigentlich kein Problem ist, solange er nicht den ganzen Tag allein ist und kläfft, sieht in einer Mietwohnung schon anders aus.
Zeit also mal ein paar Urteile für Hundehalter hier nieder zu schreiben.

Wie sieht es denn mit der Genehmigung zur Tierhaltung allgemein aus?

Eine einmal erteilte Genehmigung zur Tierhaltung kann wohl widerrufen werden, aber man muss dabei doch gewichtige Gründe als Vermieter haben.
Das bedeutet aber nicht, dass nach dem Tod des einen Hundes, der Mieter sich einen neuen anschaffen kann.
Die Genehmigung gilt immer nur für den aktuellen Hund und wenn dieser stirbt, muss sich der Hundebesitzer eine neue Genehmigung vom Vermieter holen.
Man kann zwar versuchen diese Vorschrift zu umgehen in dem man sich wieder einen Hund gleicher Rasse anschafft, der Größenunterschied dürfte aber einen verraten.
AG Speyer Az: 2 C 1323/90

Generelles Verbot zur Tierhaltung in der Mietwohnung

Halten wir also schon mal fest, eine individuelle getroffene Abrede, Hunde in der Mietwohnung nicht zu halten, ist wirksam und verbindlich.
Haben Mieter und Vermieter ein totales Verbot zur Tierhaltung individuell vereinbart, so kann davon einseitig nur abgewichen werden, wenn der Mieter dringend auf den Hund angewiesen ist. Das beste Beispiel dafür ist ein Blindenhund. Den kann der Vermieter niemals verbieten, weil das Bedürfnis des Mieters an dem Hund höher anzusehen ist, als das Eigentumsrecht des Vermieters.
AG Speyer Az: 2 C 1323/90

Tierhaltung als Schutz der eigenen Person

Nun meinen manche Mieter sich einen Hund zum Schutze ihrer Person anlegen zu wollen und der Vermieter müsse dem zustimmen.
Das stimmt so nicht ganz. Der Einsatz des Hundes zum Schutz bei Ausgängen des Nachts reicht nicht für ein Verlangen nach Zustimmung aus.
Man kann nicht verlangen, dass der Vermieter seine Zustimmung zur Haltung eines Hundes geben muss, nur weil man Nachts nicht allein auf die Straße will.
LG Lüneburg Az: 1 S 163/93



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