Unfall mit privaten PKW bei Rufbereitschaft

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, kommt es bei einem Einsatz in Rufbereitschaft mit dem privaten PKW des Arbeitnehmers zu einem Unfall, so hat dieser Anspruch auf Schadensersatz durch den Arbeitgeber.

In dem vorliegenden Fall kamder Oberarzt eines bayrischen Klinikums wegen Straßenglätte von der Fahrbahn ab.

Zwar habe grundsätzlich habe jeder Arbeitnehmer – soweit keine abweichenden Vereinbarungen vorliegen – seine Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte selbst zu tragen, erklärten die Richter in Erfurt. Dazu gehörten auch Schäden am Fahrzeug. Eine Ausnahme sei dann zu machen, wenn der Arbeitnehmer während seiner Rufbereitschaft vom Arbeitgeber aufgefordert wird, seine Arbeit anzutreten und er die Benutzung seines Privatautos für erforderlich halten durfte, um rechtzeitig am Arbeitsort zu erscheinen.

Hatte vor dem Arbeitsgericht der Arbeitgeber noch die Nase vorn, so unterlag dieser vor dem Bundesarbeitsgericht und muss dem Mitarbeiter den Schaden in Höhe von über 5000 Euro ersetzen.
BAG Aktenzeichen: 8 AZR 102/10



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