Tote haben keinen Anspruch auf Urlaub

Jeder Arbeitnehmer erwirbt pro Monat einen gewissen Urlaubsanspruch. Dieser richtet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz, dem für ihn jeweils gültigen Tarifvertrag oder seinem Arbeitsvertrag. Im Falle von Krankheit bleibt dieser Urlaubsanspruch bestehen, nicht für immer, nicht in voller Höhe, aber das ist ein anderes Thema und die Eu Verordnung noch nicht völlig klar in Deutschland geregelt.

Nun aber stirbt der Mitarbeiter und at noch Urlaubstage auf seinem Urlaubskonto angespart. Neben dem Urlaubs als solchen, also der Freistellung von der Arbeit, hängt daran ja auch die Entgeltfortzahlung bei Urlaub plus das ihm zustehende Urlaubsgeld. Was ist nun mit diesen Geldern, bzw. dem geltlichen Vorteil der sich daraus ergibt?
Haben die Erben Anspruch auf das Ausbezahlen des Urlaubes oder des Urlaubsgeldes?

Urlaub ist ein höchstpersönlicher Anspruch so dass Bundesarbeitsgericht. Allein aus diesem Satz heraus, können die fragen zur Abgeltung von Urlaubsansprüchen durch die Erben im Todesfall aber nicht geklärt werden. Da es sich eingebürgert hat, noch vorhandenen Urlaub bei Kündigung auch auszubezahlen lassen, geht man in aller Regel davon aus, dass dies auch im Falle des Todes möglich sein sollte.

Dem ist aber nicht der Fall. Der Urlaubsanspruch wird nur zu Lebzeiten erworben und kann nur in selbiger von dem Anspruchsberechtigten in Freizeit oder Geld abgegolten werden.

Wer sich dabei aber denkt, der Urlaub ist doch wie Lohn zu behandeln, der irrt. Normalerweise hat der Verstorbene ja auch eine Kündigungsfrist einzuhalten. Diese Pflicht aus seinem Arbeitsvertrag und aufgrund gesetzlicher Kündigungsfristen wird im Todesfall ebenso beendet. Daher sind die Erben auch nicht zur Ableistung der Arbeit verpflichtet.
Alles in allem ist nun lediglich höchstrichterlich entschieden worden, was eh schon immer praktisch angewendet wurde.



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.