Nachtbereitschaft: Urteile, Entlohnung und Definition

Nachtbereitschaft ist eine Form des Bereitschaftsdienstes bei dem sich der Mitarbeiter außerhalb seiner Arbeitszeit an einem vom Arbeitgeber festgelegten Ort aufhält um im Bedarfsfall die Arbeit aufnehmen zu können. Anders als bei der Bereitschaftszeit werde hier keine wache Achtsamkeit im Zustand der Entspannung erwartet.

Definition der Nachtbereitschaft

Definition Entlohnung und Urteile zur Nachtbereitschaft. Lesen sie hier alles zum Thema Nachtbereitschaft

Die vielen Arten der Arbeitszeit wie Schichtarbeit in Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht, dann verschiedene Formen der Rufbereitschaft und nun noch Bereitschaftszeit und Nachtbereitschaft, da blickt doch kaum einer mehr durch.

Entlohnung der Nachtbereitschaft

Bei der Nachtbereitschaft stellt sich zuerst einmal die Frage der Entlohnung. Hier ist in den entsprechenden Verträgen klar geregelt, es erfolgt eine Anrechnung der Zeiten um 25 Prozent des Tagesverdienstes. Bei 10 Euro pro Stunde am Tag, erhält der Arbeitnehmer bei Ausführung der Nachtbereitschaft also 2,5 Euro Stundenlohn.

Urteile zur Nachtbereitschaft

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg hat mit Urteil vom 21.01.2019 Az: 1 SA 9/18 als bisher höchstes Gericht die Entlohnung von 25% bei Nachtbereitschaft für rechtens erklärt. Jedoch wurde wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Themas für viele Bereiche und Arbeitnehmergruppen die Revision zum Bundesarbeitsgericht in Erfurt

Fazit zur Nachtbereitschaft

Eine wache Achtsamkeit im Zustand der Entspannung wird bei der Nachtbereitschaft nicht erwartet. bedeutet, bei Nachtbereitschaft kann man sich entspannt ausruhen, schlafen und muss nicht aufpassen. Die Nachtbereitschaft von Erziehern in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe liege dann vor, wenn man sich auch ohne Aufforderung des Arbeitgebers veranlasst fühle nach dem rechten zu sehen.



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