Kündigung wegen Lästern über den Vorgesetzten

Eine Kündigung wegen Lästern über den Vorgesetzten setzt regelmäßig eine Abmahnung voraus. Die sofortige Kündigung wegen beleidigender Äußerungen ist nicht möglich.

Das Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein sah im Fall einer Tierärztin die sich vermeintlich beleidigend über ihren Vorgesetzten geäußert haben sollte, die sofortige Kündigung der Mitarbeiterin als nicht zulässiges Mittel an. Zum einen Stand Aussage gegen Aussage. Die Ärztin war von einer Praktikantin angeschwärzt worden. Zum anderen sei eine Einmalige Beleidigung kein Grund sofort zu kündigen.

Der Mitarbeiter muss vor der Kündigung auf sein Fehlverhalten durch Aussprache einer Abmahnung aufmerksam gemacht werden. Diese Abmahnung muss klar zum Ausdruck bringen, dass der Mitarbeiter sich im Ton vergriffen hat und im Wiederholungsfall mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat.
Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein Az: 2 Sa 460/08



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