Haftet der Arbeitnehmer beim Rotlichtverstoß?

In fast allen Fällen wird einem Arbeitnehmer das Überfahren einer roten Ampel als grob fahrlässig angelastet, was ihn in die Haftung bringt, wenn dieser Verstoß mit einem Dienstwagen passiert. Kommt es dann wegen Überfahren der roten Ampel zu einem Unfall mit dem Firmenwagen, so kann der Arbeitgeber einen Teil des Schadens dem Arbeitnehmer anlasten. Wie die genaue Aufteilung ist, hängt von vielen Faktoren ab, dazu aber mehr im Forum.

Das LAG Köln ist der Meinung eine solche Haftung besteht, siehe
Arbeitnehmerhaftung bei einem Verkehrsunfall mit Dienstwagen
das LAG Hessen schränkt diese aber ein.

Steht ein Autofahrer jedoch an einer roten Ampel, wo er gerade mit dem Einstellen eines Radiosenders beschäftigt ist, und fährt los, nachdem er durch ein Hupen aufgeschreckt worden ist und irrtümlich für seine Fahrspur ein grünes Ampelsignal wahrgenommen haben will, ist dies als „lediglich“ fahrlässiges Verhalten zu werten. Der Arbeitnehmer ist dann nicht schadensersatzpflichtig.

Haftet der Arbeitnehmer beim Rotlichtverstoß?
LAG Hessen Az: 12 Sa 1288/07



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