Entlohnung bei Probearbeit: Arbeitsagentur und arbeitsvertragliche Regelungen

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle und ihr zukünftiger Arbeitgeber bietet ihnen an, für einige Tage zur Probe zu arbeiten? Nun fragen sie sich ob dies zulässig ist und ob ihnen eine Entlohnung zusteht.

Unbezahltes Probearbeiten ist erlaubt und bei einer Dauer von ein bis drei Tagen auch unproblematisch.. Wichtig: Wenn Sie bei der Arbeitsagentur gemeldet sind, dann müssen Sie dort Bescheid geben, sonst droht Ärger (Verletzung der Meldepflicht etc.). Den kann auch bekommen, wer in einer Festanstellung ist und seinen Urlaub für Probearbeit opfert – nämlich dann, wenn arbeitsvertragliche Regelungen andere Tätigkeiten verbieten.

Eine Meinung unserer Leser zum Thema Probearbeiten

NEIN !
ProbeARBEITEN auf unbezahlter Basis ist NICHT erlaubt !
Man kann eine sogenannte Einfühlungsphase vereinbaren. Dabei ist man jedoch weder an Weisungen noch an Zeiten gebunden.
Wird man für den Betrieb tätig, so ist diese Tätigkeit auch zu entlohnen – der Zeitraum spielt dabei keine Rolle.
Weiterhin sollte man auch unbedingt die Versicherungsfrage stellen wer im Falle eines Unfalls haftbar ist.
Ich finde es schon ein starkes Stück solch unqualifizierten und falschen Texte zu lesen, die Menschen in große Not bringen könnten. Unfassbar !

Wie schaut es den nun bei einer Probearbeit aus:
Unterschied Probearbeiten / Einfühlungsverhältnis (Kennlernphase oder auch Schnuppertag genannt)
Beim Probearbeiten ist der Proband den Weisungen des Arbeitgebers unterlegen in Form von
Arbeitszeit, Arbeitseinsatz und er ist in den betrieblichen Ablauf integriert.
Hier regelt BGB § 611 und § 612 die Entlohnungspflicht.

Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist. Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.
Kann nun ein Arbeitsvertrag, mündlich oder schriftlich davon abweichen?
Nein, denn ein Arbeitsvertrag darf gesetzliche Rechte nicht beschneiden, sofern das Gesetz dazu keine Öffnungsklausel anbietet.

Hingegen ist der Proband innerhalb des Einfühlungsverhältnis völlig frei von einer geschuldeten Arbeitsleistung, kann sich seine Zeiten eher selbst aussuchen und muss auch keine Weisungen entgegen nehmen.

Wo aber keine Arbeitsleistung verlangt wird, ist auch kein Arbeitsentgelt geschuldet.

Das dürften aber die wenigsten Stellen beim „Probearbeiten“ sein.
Vielleicht wenn man in einem Zoo anfängt und sich die Tiere anschaut, was die Pfleger so machen, in der Zooklinik vorbei schaut, vielleicht sogar allein im Zoo alles ansehen darf und bei der Fütterung vielleicht auch das Futter hinstellen darf.

In einer Großküche würde man aber wohl eher schon mal die Zwiebeln schälen, etwas anrichten und bloss nicht im Wege stehen. Hier wäre man dann praktisch „eingebunden“ und hätte einen Anspruch auf Bezahlung.



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