Die Rechtsfrage des Tages: Darf der Arbeitgeber meinen Urlaub ablehnen

Im DAS Onlinecenter habe ich die aktuelle Rechtsfrage des Tages gefunden.
Wirklich interessant und gut beschrieben.
Und zwar geht es um die Frage, ob dir dein Chef den einmal genehmigten Urlaub verbieten kann. Es ist doch so, dass man sich das ganze Jahr auf seinen Erholungsurlaub freut und gar nicht gut drauf zu sprechen ist, wenn einige Tage vor Urlaubsbeginn der Chef kommt und diesen nicht mehr gestattet.

Grundsätzlich kann man hier wohl sagen, ja er darf den einmal gewährten Urlaub auch wieder verweigern, aber der ganzen Sache sind ziemlich hohe Hürden vorangestellt.

Bei den Fall des bereits genehmigten Urlaubes aber noch nicht angetretenen ist es so, dass er deinen Urlaub nur dann verbieten kann, wenn ein extremer Ausnahmefall vorliegt.
Was aber wäre so ein extremer Ausnahmefall der es deinen Chef erlaubt, den genehmigten Urlaub zu untersagen?

Einen Fall beschreibt das DAS Center. Zum Beispiel wenn eine große Anzahl an Mitarbeitern plötzlich krank wird. Das soll sagen, dass du plötzlich für die Firma unverzichtbar wirst. Unbeantwortet bleibt dabei aber die Frage, wie es sich verhält, wenn du nur mit einen zweiten Kollegen eine ganze Abteilung stemmst und dieser unerwartet krank wird.

Wäre schön wenn einer von euch dazu eine Info hätte!

Der Urlaub kann also insofern nur dann gestrichen werden, wenn ein direkter und unvorhergesehener Zwischenfall vorliegt, der deine Anwesenheit im betrieb unverzichtbar macht.

Hast du deinen Urlaub bereits begonnen, so ist es umso schwerer dich aus dem Erholungsurlaub zurück an den Arbeitsplatz zu holen.
hier reicht es nicht aus, dass eine Notsituation vorliegt, etwa weil sonst ein Auftrag nicht fertig wird, hier muss die Existenz des Betriebes gefährdet sein.

Ein möglicher Fall wäre ein Brand im Gebäude wo die Mitarbeiter das Vermögen in Sicherheit bringen müssen.

In beiden Fällen aber steht dir eine Ausgleichszahlung zu. Untersagt dir der Chef rechtswirksam den Urlaub so muss er eventuell anfallende Stornogebühren übernehmen oder gar den kompletten Reisepreis erstatten.

Nun gibt es ja schlaue Arbeitgeber die in den Arbeitsvertrag eine Klausel aufnehmen, nach der sich der Arbeitnehmer verpflichtet den Urlaub auf Verlangen des Arbeitgebers abzubrechen. Eine solche Klausel ist recht einfach gesagt unwirksam, denn sie verstößt gegen das Bundesurlaubsgesetz.



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