Arbeitsunfähigkeit: Attest am ersten Tag vorlegen

Die Arbeitnehmer haben im Jahr 2011 durchschnittlich knapp zehn Zage krank gefeiert. In der Regel dabei auch viele als sogenannte Karenztage. Hier hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit gehabt, ein oder zwei Tage zu Hause zu bleiben, ohne dass er dafür zum Arzt rennen musste.

Dies hatte für beide Seiten durchaus Vorteile. Der kleine grippale Effekt, die donnernden Bauchschmerzen, Übelkeit oder Migräne. Der Arbeitnehmer konnte diese auskurieren, ohne sich Montags morgens oder an einem anderen Tag zum Arzt zu quälen.
Der Arbeitgeber hatte aber auch einen Vorteil. Ärzte schreiben Arbeitnehmer nämlich durchaus gleich führ mehrere Tage krank. Manchmal zu kurz, oft aber über den Tag der Gesundung hinaus. Da darf man dem Arzt aber keinen Vorwurf machen, denn er teilt ja lediglich die mögliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit mit.

Ist man eher genesen, dann kann man ja eher wieder auf der Arbeit erscheinen, aber das machen wohl nur die wenigsten. Wo durchaus ein Sinn zu sehen ist, gab es aber auch schwarze Schafe in der Masse der Arbeitnehmer, die regelmäßig einige Karenztage im Jahr in Anspruch genommen haben. Eventuell gerade für diese Mitarbeiter hat das Bundesarbeitsgericht nun entschieden, dass der Arbeitgeber bereits am ersten Tag einen Attest verlangen kann.

Eine entsprechende Klage einer Arbeitnehmerin wurde von den Richtern abgewiesen. Die kranke Mitarbeiterin sollte nach einer Krankheit bei der sie für zwei Tage zu Hause geblieben war, zukünftig bereits am ersten tag eine Krankmeldung bei ihrem Arbeitgeber vorlegen, nur sie, nicht die ganze Belegschaft.

Dies sei willkürlich und verletze das Schikaneverbot, so der Anwalt der Arbeitnehmerin. Die Richter waren da aber anderer Meinung. Arbeitnehmer sind gesetzlich verpflichtet ihren Arbeitgeber umgehend von ihrer Arbeitsunfähigkeit zu informieren. Laut dem Entgeldfortzahlungsgesetz ist der Arbeitnehmer in der Beweislast, dass er erkrankt ist und seinen arbeitsvertraglichen Pflichten nicht nachkommen kann. Den Beweis kann er natürlich leicht über ein Attes des Arztes führen, wobei der Arbeitnehemr diesen Beweis schlicht weg aber schon am ersten Tag verlangen kann.



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