Anrechnung der Probezeit bei späterer Ausbildung

Azubis kann in der Probezeit, die meist drei Monate dauert, jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Wie das Arbeitsgericht Duisburg entschied, haben Lehrlinge keinen Rechtsanspruch darauf, dass man ein zuvor in der Firma absolviertes Praktikum auf die Probezeit anrechnet.

Probezeit dient dem Eignungstest zur Ausbildung

Damit soll dem Arbeitgeber die Möglichkeit gegeben werden, den Auszubildenden auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Ausbilder dürfte aufgrund seiner Erfahrung durchaus in der Lage sein festzustellen, ob der junge Mensch für den gewählten Beruf geeignet ist. Dies ist aber nicht nur ein Vorteil für den Ausbildungsbetrieb.

Ermittlung der Fähigkeiten und Einstellung zum Beruf

Oft verschätzen sich Jugendliche und können in diesem Alter noch nicht wirklich abschätzen, ob ihre Fähigkeiten und ihre Einstellung für diesen Beruf ausreichen. Sicherlich wird der Jugendliche bei einer Kündigung in der Probezeit ein emotionales Erlebnis widerfahren, aber ein Ende mit Schrecken ist sprichwörtlich besser, als ein Schrecken ohne Ende.

In der Regel soll der gewählte Beruf ein Leben lang ausgeübt werden, was aber nur dann möglich ist, wenn man lange Zeit Spaß daran hat und die Aufgabe einen ausfüllt.
Arbeitsgericht Duisburg Az: 1 Ca 3082/08



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