Mitarbeiterinnen vor Übergriffen sexueller Belästigung und Nötigung schützen
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Mitarbeiterinnen vor Übergriffen sexueller Belästigung und Nötigung schützen im Forum Urteile im Arbeitsrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiterinnen vor Übergriffen sexueller Belästigung und Nötigung zu schützen. Grabschen, erotische ... Urteile und Rechtsfragen

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    Standard Mitarbeiterinnen vor Übergriffen sexueller Belästigung und Nötigung schützen

    Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiterinnen vor Übergriffen sexueller Belästigung und Nötigung zu schützen. Grabschen, erotische Briefe, sexuelle Anspielungen und erotische Kurzmitteilungen gehören nicht in die Arbeitswelt.

    Sie freute sich tierisch über ihren Ausbildungsvertrag. Lange Zeit hatte die junge Frau sich immer und immer wieder neu beworben. Es kam ihr fast wie ein Wunder vor, als endlich eine Zusage im Briefkasten lag. Ausgerüstet mit viel Elan und Vorfreude machte sich das Mädchen durch ihre freundliche Art im Betrieb sehr schnell beliebt. Ein Umstand, der wohl nicht bei allen Kollegen so angenommen wurde, wie erhofft. Es kam aber wie es kommen musste. Ein Mitarbeiter stellte der Auszubildenden nach. Mehrmals am Tag erhielt sie anfangs nette und später leicht erotische SMS Nachrichten mit der Bitte um ein treffen. Jedes mal verneinte sie das Angebot und bat darum in Ruhe gelassen zu werden.

    Erst als ein derb anzügliches Angebot mit der Aufforderung zu sexuellen Kontakten auf ihrem Handy erschien, vertraute sie sich ihrem Ausbildungsleiter an. Der weitere Weg dürfte jedem klar sein. Der Mitarbeiter wurde vom Chef zur Rede gestellt. Dieser wertete seine Nachrichten als einen Spaß und entschuldigte sich. Allerdings ohne Erfolg.

    Im Einklang mit dem Betriebsrat wurde dem Arbeitnehmer fristlos gekündigt. Im anschließenden Kündigungsschutzverfahren verlor der Angestellte vor Gericht. Auch die Richter waren der Meinung, der Mitarbeiter habe durch seine Nachrichten die Ehre der jungen Frau stark verletzt und sie zum "Objekt der Begierde" abgestempelt. Eine weitere Zusammenarbeit sei wegen des zerrütteten Arbeitsverhältnisses nicht mehr möglich.
    Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz Az: 9 Sa 853/01

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