Mitmieter gibt sich als Hausverwaltung aus / Ruhestörung
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Mitmieter gibt sich als Hausverwaltung aus / Ruhestörung im Forum Strafrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Hallo zusammen Gestern hatten meine Freundin und ich einen Brief in der Post mit einer ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Unregistriert
    Ratgeber Recht Gast

    Standard Mitmieter gibt sich als Hausverwaltung aus / Ruhestörung

    Hallo zusammen

    Gestern hatten meine Freundin und ich einen Brief in der Post mit einer Verwarnung wegen Ruhstörung. Dieser war mit Hausverwaltung "unterschrieben". Da sonst nichts weiteres im Brief stand, weder Telefonnummer noch handschriftliche Unterschrift habe ich mich mit meinem Hausverwalter in Verbindung gesetzt. Heraus kam das dieser von nichts weiß. Genauso wenig wie unserer Vermieterin. Daraus schlussfolgerten wir, dass einer der anderen Parteien den Brief selbst verfasst haben muss. Nun zu meiner Frage. Ist es rechtens so etwas zu machen.

    Des Weiteren kommt hinzu, dass dieser Brief öffentlich im Treppenhaus für alle lesbar ausgehangen wurde.
    Wir sind ein Doppelhaus mit jeweils 8 Mietpartein.

    Als abschluss tippe ich euch den Brief ab, damit ihr mir vielleicht besser helfen könnt.


    Verwarnung

    xxxxxx, den 19.04.2017

    Sehr geehrter Herr XXXX, sehr geehrte Frau XXXX, sehr geehrte Mitbewohner,

    Diese Verwarnung wird erstmalig ausgesürochen und ist gerichtet an Herrn XXXX und Frau XXXX, ADRESSE, Wohnung rechts DG.

    Die Wohnungsmieter Herr XXXX und Frau XXXX sind mietrechtlich verpflichtet, zwischen 22.00 UHr abends und 6.00 Uhr morgens sowie von 13.00 Uhr bis 15.00 uhr ruhestörenden Lärm, verursacht durch Zimmerlutstärke überschreitendes Herumtrampeln auch im treppenhaus, Gespräche, Singen, Türenschmeißen und sonstige übermäßig geräuscherzeugende Tätigkeiten zu unterlassen. Das ist in jedem besseren Mietrechtsbuch nachzulesen, nebst der entsprechenden Entscheindung des Bundesgerichtshofes dazu. Der Vermieter hat für die Abstellung der Lärmstörung zu sorgen. (Urteil des LG Hannover ZMR 1969, 281).

    Trotz mehrmaliger Aufforderungen und Beschwerden der Mitbewohner der Mietpartein Zschirlaer Blick 12 (angrenzende Wohnpartein) und 13 sowie ohne Achtung des Gebotes der Rücksichtnahme, sich an die im Mietvertrag (123recht.net Tipp: Mietvertrag Vorlage Wohnung ) vereinbarten Klauseln zu halten, brachten keinerlei erfolg bei Hernn XXXX und Frau XXXX.

    Die dauernden Lärmbeeinträchtigungen stellen eine erhelblcihe Beeinträchtigung der Wohnqualität der Wohnungen dar. Die nächtliche Nachtruhe wird fast jede Nacht gestört, die Ruhestörungen sind massiv und häufig. Das Verhalten wurde als mutmaßlich gedeutet, da keine Besserung eintritt und vorallem nach 22 Uhr keine Rücksichtnahme erfolgt. Hierbei wurde auch das Verhalten im treppenhaus (Getrampel, Dreckspuren und Geländervibrationen) bemängelt. Die Mieter Herr XXXX und Frau XXXX waren bei persönlicher Ansprache leider nicht bereit, sich rücksichtsvoller zu verhalten.

    Herr XXXX und Frau XXXX, dies ist eine letzte Aufforderung und Verwarnung, sich an die vereinbarten Klauseln im Meitvertrag zu halten. Sorgen sie für die Abstellung der Lärmstörungen! Andernfalls sind wir dazu gezwungen, die polizei zu verständigen, um Sie zur Einhaltung eines Vertragsgemäßen Verhalten zu bewegen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Hausverwaltung


    Über dieses Schreiben rege ich mich jedes Mal mehr auf wenn ich es lese. Diese aus der Luft gegriffenen Anschuldigungn.

    Meist gehen ich mit meiner Freundin vor 22 Uhr ins Bett, da frage ich mich wie wir fast jede nacht die Nachtruhe stören sollen.
    Genauso wenig trampeln wir durch das Treppenhaus und hinterlassen Dreck. Es kann vielleicht ab und an vorkommen, das wenn ich meinen Wochenendeinkauf erledige und ich mit 2 vollgepackten Taschen die Treppe hinauf laufe, auch mal an das Treppengeländer Stoße.

    Ein weiterer Punkt ist mehrmalige Aufforderung nach der es keine Besserung gab. Es stimmt das unsere Nachbarn 2 mal in 1,5 Jahren bei uns geklingelt haben weil wir zu laut waren. Das eine mal war die Musik zu laut (haben wir dann sofort aus gemacht) und das andere Mal hatte ich vergessen beim Spielen die Kopfhörer aufzusetzten (habe ich dann auch sofort gemacht) Danach ist nichts der gleichen wieder passiert.

    Ich frage mich echt warum manche Menschen so feige und hinterhältig sind soetwas zu machen.

    Das geht doch schon in Richtung üble Nachrede (zumindest meiner Auffassung nach)

    Naja, vielleicht hat einer von euch ja einen guten Rat für mich

    Einen schönen Abend noch

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    •   Alt


      Registriert seit:
      Nov 2009
      Beiträge:
      1,245

        

  2. Doc Holiday
    Ratgeber Recht Gast

    Standard AW: Mitmieter gibt sich als Hausverwaltung aus / Ruhestörung

    ".....Naja, vielleicht hat einer von Euch ja einen guten Rat für mich...."

    Rat 1: Nicht über so einen Käse aufregen!

    Rat 2: Da es sich hier um keine "Abmahnung" der Hausverwaltung bzw. der Eigentümerin handelt, weil irgendjemand diesen vorher eine "Mietminderung wegen Lärm" angedroht hat, getrost weiter machen wie bisher. Wenn irgendwann einmal die Polizei anklingelt, dann klingelt die eben an. In der Regel sind das nette Menschen, die auch mal gerne lauter feiern. Beim ersten Mal, wenn die kommen, geschieht, ausser einer Bitte "leiser zu sein" und der Androhung "wenn es wieder laut wird, kommen wir wieder und nehmen die Stereoanlage mit" in der Regel nichts.

    Rat 3: Folgendes hat bei einem Freund von mir tatsächlich schon einmal zu einem durchschlagenden Erfolg geführt:
    Diesem wurde von einem Mieter mehrfach schriftlich per Pamphlet fälschlicherweise vorgeworfen, er würde den Hausflur nicht richtig putzen. Er hat daraufhin einen Rechtsanwalt beauftragt. Dieser Rechtsanwalt hat den Beschwerdeführer angeschrieben und eine Unterlassungserklärung von diesem angefordert. Das hatte so eine große Wirkung, dass von diesem Zeitpunkt an wieder "Ruhe im Haus" war.

    Rat 4: Ich selbst bin vor Jahrzehnten Opfer von Nachbarlärm gewesen. Deswegen kann ich manche Mieter, welche sich über zu viel Lärm aufregen sogar gut verstehen. Manchmal hilft es schon einen Teppich zur Lärmdämpfung in der eigenen Wohnung zu verlegen. Mann kann mit dem anderen Mieter (dem Beschwerdeführer) bei Lärmbeanstandungen durch Musik, s o f e r n man mit diesem noch reden kann, auch mal einen Test vereinbaren. Bei diesem Test dreht man die Stereoanlage langsam immer höher auf und der andere Mieter nennt einem die Stelle auf der Lautstärkereglerskala, ab der er die Musik hört. Dann macht man sich einfach eine kleine Klebemarkierung an diese Stelle und dreht die Anlage zukünftig nicht weiter auf oder nimmt Kopfhörer, mit denen der Sound ohnehin besser zu genießen ist.

 



 

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