ProbenVZ
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ProbenVZ im Forum Onlinerecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Guten Tag, ungefähr im Sep 08 habe ich mich, so naiv wie ich war, bei ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Unregistriert
    Ratgeber Recht Gast

    Standard ProbenVZ

    Guten Tag,

    ungefähr im Sep 08 habe ich mich, so naiv wie ich war, bei ProbenVZ angemeldet hab mich als 18 ausgegeben und hab aus Angst es meinen Elter zu sagen die erste Rate von 96 € beglichen. Im Oktober diesen Jahres bekam ich eine zweite Rechnung bei der ich mich ehrlich gesagt wieder rausreden wollte aus Angst es könnte strafrechtliche Folgen für mich haben.
    Im April werde ich allerdings erst 18.
    Und hab gestern einen Brief vom Inkasso-Büro bekommen. Mir gehn so langsam echt die Nerven durch ....
    Gibt es noch eine möglichkeit da raus zu kommen?


    Viel Dank.

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    •   Alt


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    Standard

    Hallo, der Vertragsabschluss eines Minderjährigen hängt in vielen Fällen von der Zustimmung der Eltern ab. In ihrem Fall ist es so, dass der Vertrag nur dann wirksam wird wenn ihre Eltern ihre Zustimmung dazu erteilen.

    In unserem Ratgeber
    Abofallen im Internet
    finden sie ein Musterschreiben, dass ihre Eltern an den Anbieter senden.
    Damit sollte die Sache dann erledigt sein.
    Unglücklicherweise haben sie bereits eine Zahlung getätigt.
    Allerdings geht die Rechtssprechung davon aus, dass sogar diese Zahlung zurück gefordert werden kann.
    Hier muss aber der Umstand vorgelegen haben, dass man sich nicht bewusst war, die Zahlung nicht leisten zu müssen, was in aller Regel immer der Fall ist.

    Nutzen sie also das Musterschreiben und fordern sie gleichzeitig die bisher gezahlte Jahresprämie zurück.
    Allerdings müssen sie sich ihren Eltern offenbaren. Es wäre fatal, wenn sie selbst die Unterschrift ihrer Eltern fälschen und den Brief im Namen ihrer Eltern versenden.

    Ein Kleines Donnerwetter müssen sie in Kauf nehmen.
    Aber nochmal, da sie zum Zeitpukt des Vertragsabschlusses minderjährig waren, liegt keine Zahlungsverpflichtung vor.

    Nun zum zweiten Punkt ihrer Frage.

    Durch die Eingabe eines falschen Alters haben sie sich nicht strafbar gemacht.
    Alle anderen Aussagen eines Anbieters sind schlicht weg falsch.
    Der Minderjährigenschutz geht vor.
    Da bedeutet, sie können strafrechtlich nicht belangt werden, da das Risiko dass sich minderjährige anmelden in der Verantwortung des Anbieters liegt.
    Auch ihre Eltern haben nichts zu befürchten. Eine Aufsichtspflichtverletzung liegt nicht vor, da sie alt genug sind, frei und ohne Kontrolle am PC sitzen zu dürfen.

    Manchmal verweisen Anbieter auf die sogenannte Mitstörerhaftung und wollen den Eltern so weiss machen, sie müssten für die Taten ihrer Kinder einstehen. Das ist grundsätzlich nicht völlig falsch, trifft auf das Vertragsrecht aber nicht zu.
    Hätten sie illegal Musikdateien aus dem Internet geladen und damit eine Urheberrechtsverletzung begangen, so sähe dies anders aus.

    Fassen wir zusammen.

    1. Erzählen sie alles ihren Eltern
    2. Diese übersenden das Musterschreiben an den Anbieter
    3. Die Eltern fordern gleichzeitig die 96 Euro zurück
    4. jegliche weiteren Anschreiben des Anbieters können sie ignorieren.

    Nur wird der Anbieter ihnen die 96 Euro nicht so einfach erstatten.
    Wenn ihre Eltern über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, dann wird ein Anwalt sich der Sache gern annehmen.

 



 
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