Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung
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Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung im Forum Onlinerecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Hallo liebe Forumler, heute erzählte mir ein Bekannter, dass sein Sohn (12) vor 2 Monaten ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Unregistriert
    Ratgeber Recht Gast

    Standard Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Hallo liebe Forumler,

    heute erzählte mir ein Bekannter, dass sein Sohn (12) vor 2 Monaten einen Downloaddienst aus dem Internet in Anspruch genommen hat. Hierbei handelt es sich um einen Dienstleister der mit monatlicher Vergütung von 8 Euro und einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren genutzt werden sollte. Der Junge wusste leider nicht was er tut, als er seine Kontaktdaten (richtig beim Namen und Vornamen, aber falsch bei der Adresse) angegebn hat und die AGB's aktzeptierte.
    Nun bekam er erschrocken Zahlungsaufforderungen und mittlerweile Mahnungen, aus welchem Grund er seinen Vater involvierte.
    Laut Aussage des Jungen habe er keine Altersverifizierung machen müssen und demnach dürfte doch auch kein Vertrag zustande gekommen sein. Oder sehe ich das falsch?

    In den AGB's des Dienstleisters habe ich folgende Festhaltung gefunden:
    "2.3. Dem Anbieter bleibt es unbenommen, die in dem ausgefüllten Formular enthaltene Vertragserklärung zurückzuweisen. Vertragserklärungen von Personen unter 18 Jahren werden grundsätzlich zurückgewiesen."

    Wenn aber eine Abfrage nach dem Alter nie stattgefunden hat, wie kann der Dienstleister sich demnach sicher sein, dass der Anmelder wirklich volljährig ist?

    Die Rechnungssumme inkl. Mahngebühren bezieht sich momentan auf 101,- €, der Sohn bereut sein vergehen und konnte nach der Registrierung die Dienstleistung direkt auch nicht in Anspruch nehmen.

    Ich hoffe ich konnte den Fall deutlich genug schildern und bitte euch nun um Hilfestellungen und Tipps für weiteres Vorgehen.

    Lieben Gruß,....

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    •   Alt


      Registriert seit:
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  2. Hilfsbereit
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    554

    Standard AW: Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Hier handelt es sich eindeutig um eine Abofalle. Es wäre gut zu wissen, auf welcher Webseite sich der junge Mann angemeldet hat. Es ist mit Sicherheit so, dass ein Geburtsdatum angegeben werden muss.
    Aus zwei Gründen ist kein Vertrag mit Zahlungspflicht zustandegekommen, nämlich erstens wegen der Minderjährigkeit und zweitens wegen eines versteckten Kostenhinweises.
    Nun gilt es ruhig zu bleiben. Eine Brieffreundschaft mit den Abzockern einzugehen, hilft nicht wirklich weiter. Am Besten, wenn der ganze noch kommende Mahndrohmüll ignoriert wird.
    Gruß aus Dortmund

    Rudido

    Rupodos kleine Themenwelt und Internetabzocke

  3. Unregistriert
    Ratgeber Recht Gast

    Standard AW: Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Hallo rudido,

    danke für Deine schnelle Antwort.
    Der Junge hat sich auf folgender Seite angemeldet: Minecraft 1.9.0 - Download & Beschreibung

    Eine Abofalle passt leider nicht ganz, da rechts am Rand auf die entstehenden Kosten hingewiesen wird, er diese leider nicht beachtet hat.

    Das mit der Altersabfrage ist auch nicht geprüft. Seine Aussage keinerlei Altersangaben gemacht haben zu müssen ist laut seinem Vater sehr glaubenswert und vertrauensvoll.

    Lieben Gruß,...

  4. Hilfsbereit
    Registriert seit
    Jul 2010
    Beiträge
    554

    Standard AW: Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Die Seite "premiumdownloaden.de" ist eine typische Abofalle. Die in einem Fließtext versteckten Kosten sind bewusst so platziert, dass man sie gar nicht sehen soll. Der Seitenaufbau ist bei allen Kostenfallen immer gleich. Großes Eingabefeld für die Daten, kleiner Preishinweis.
    Hier mal etwas Lesestoff über den Geschäftsführer dieser Firma

    P.S. Habe mich überzeugt, auf der Anmeldeseite muss tatsächlich kein Geburtsdatum eingetragen werden.
    Geändert von rudido (07.11.11 um 14:43 Uhr)
    Gruß aus Dortmund

    Rudido

    Rupodos kleine Themenwelt und Internetabzocke

  5. Hilfsbereit
    Registriert seit
    Jul 2011
    Beiträge
    1,684

    Standard AW: Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Hallo,

    da hat rudido völlig recht. Ich hole aber jedoch noch etwas mehr aus. Zunächst einmal die basics:

    1. Die Abokosten stehen nicht klar lesbar rechts neben dem Anmeldebutton. Diese Infobox ist zugemüllt mit anderen Infos !
    2. Ihr Sohn hat Shareware erworben. Shareware ist ersteinmal kostenlos und der Autor wünscht sich z.B. nach 30 Tagen einen Betrag X ! Das schreibt Wikipedia zu Shareware: Shareware
    3. Für was wollen dann die Abzocker monatlich 8 Eur für 2 Jahre haben ??? Einmal 8 Eur für die Dowbloadbereitstellung wäre vielleicht o.k.
    4. Der Sohn ist Minderjährig. Hier mal ein Link: Verträge mit Minderjährigen - gültig oder nicht gültig?
    5. Ausserdem wurde er nicht auf die Folgekosten einer Shareware aufmerksam gemacht. Das verstösst nocheinmal gegen die Preisangebenverordnung und gegen das Fernabsatzgesetz. Der Verbraucher MUSS nämlich über alle anfallenden Kosten informiert werden und zwar vor Kauf !

    Also das ist wichtig :

    § 110 BGB Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln

    Ob nun der monatl. Betrag von 8 Eur auf 2 Jahre noch unter den Taschengeldparagraph fällt wäre zu prüfen. Es ist ja ein Abo.

    Die ganze Widerrufbelehrung ist ein Witz und total falsch. Der Sohn wurde demnach NIE richtig belehrt. Und ganz wichtig !!! Der ganze Gesetzestext eines "download" fehlt "

    Damit hat die Widerrufsbelehrung nie angefangen zu laufen und demnach gültig zu werden. Lassen Sie mal auf den Rechner schauen, ob per email eine Auftragsbestätigung INKL. der Widerrufsbelehrung eingegegangen ist ! So, wie ich das sehen sage ich nein. Und wenn doch, dann ist diese falsch. Unbedingt dann ausdrucken.

    Was kann man jetzt machen. Abzocke klar, es kommen dann diverse Mahnungen und co. Hatte ich schoneinmal jetzt vorgeschlagen, wurde aber in einem anderen thread....."für doof erklärt !

    Die AG prüfen im Falle einer Klage nicht gross ob es eine Abzocke ist (in diesem Fall wieder ein Streitfall, denn die Kosten sind ja doch -auch schlecht- aufgeführt). Es geht ersteinmal darum, den Vertrag wirksam "ungültig" zu machen. Dann hat der Vater auch später bei einer AG Klage sehr gute Ausgangschancen.

    mein Vorschlag:

    a) vertrag widerrufen, und auf die fehlerhafte WRB hinweisen
    2. vertrag für nichtig erklären, da der Sohn minderjährig ist und es keine Altersprüfung gab.Bei einem Abovertrag müssen die Eltern zustimmen. Guck hier:

    Klingelton-Abo mit Minderjährigen unwirksam

    Deshalb auf die fehlerhafte WRB hinweisen, da sonst der Vater nur ein Müll an Schreiben bekommt, nach dem Motto :"wurde mit dem download begonnen, besteht kein Widerrufsrecht mehr....bla...bla ) ...richtig nur bei richtiger Belehrung......

    Es gibt hier viele Ansatzpunkte. Der wichtigste eben der mit Aboverträgen und Minderjährigen.
    Wie immer nur ein Tipp !

    Grüsse aus dem Schwabenländle
    Axel B. http://www.smileyparadies.de/sommer/..._water_012.gif immer reif für die Insel....

    Die Oldieband aus dem Ländle

  6. Unregistriert
    Ratgeber Recht Gast

    Standard AW: Kind (12) bekommt Mahnungen durch angebliche Vertragsbindung

    Hallo,

    melde mich leider etwas spät zurück.

    Vielen Dank euch fleißigen Helfern!

    Mein Bekannter wird so verbleiben, dass er ersteinmal auf eine nächste Mahnung wartet um auf diese dann entsprechend zu reagieren.

    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg...

    •   Alt


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