Schadensersatz o.a. für lebenslanges Leiden?
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Schadensersatz o.a. für lebenslanges Leiden? im Forum Medizinrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Hallo guten Tag zusammen, nehmen wir mal an, daß Frau X in den 90er Jahren ... Urteile und Rechtsfragen

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    Standard Schadensersatz o.a. für lebenslanges Leiden?

    Hallo guten Tag zusammen,

    nehmen wir mal an, daß Frau X in den 90er Jahren wegen div. Beschwerden von Arzt zu Arzt gerannt ist. Es wurde in die falsche Richtung gesucht wobei natürlich nichts raus kam. Bis Frau X es leid war und nicht mehr zum Arzt gegangen ist, sondern einfach mit den Beschwerden (darunter Mißempfindungen im Gesicht links, Absinken der Augenbraue links mit erheblichen Selbstwahrnehmungsstörungen )gelebt hat. Aus diesen Selbstwahrnehmungsstörungen entwickelte sich mit der Zeit eine Sozialphobie ( denkt Frau X im Nachhinhein, denn häufig mied sie Kontakt wegen der o.g. Beschwerden)Ende der 90er/Anfang 2000 bekam Frau X ein Foto in die Hand auf welchem man deutlich eine verzerrte linke Gesichtsseite bzw. ein lahmes, linkes Auge sehen kann
    (sieht aus wie nach einem Schlaganfall). Man sieht dies nur auf Fotos so drastisch.

    Frau X wurde bewußt, daß ihre Selbstwahrnehmung medizinisch sein muß und auf dem beruht was man auf dem Fotos sehen kann.

    Sie läuft wieder zu versch. Ärzten - es folgen diegleichen Röntgenaufnahmen wie immer schon und eine Suche in die falsche Richtung (-neurologisch - damals falsch kann sein daß es inzwischen auch damit zusammenhängt). Große Enttäuschung, denn Frau X wurde nicht ernst genommen, entweder war es psychisch oder neurologisch. Zeigte sie das Foto soz. als Beweis vor kam die Äußerung 'ooooch das ist nichts'.Frau X schmiss die Arztbesuche wieder hin und erzählte ihren Krankheitsverlauf im Internet. In einem Forum bekam sie von einem Laien den Tipp den Kiefer untersuchen zu lassen. Volltreffer! 2005 bekam sie die Diagnose CMD (Craniomandiuläre Dysfunktion). Da aber ein Familienmitglied im gleichen Jahr starb brach sie die nicht mal begonnene Behandlung ab.

    Nach einem Umzug wollte Frau X die Behandlung wieder aufnehmen. Sie erlebte folgendes(die Diagnose wohlgemerkt in der Tasche sowie Röntgenbilder):

    Zahnarzt Nr. 1, Detmold:erneute Röntgenaufnahme. Fazit: eine Kieferverschiebung(auf plump deutsch jetzt) ist nicht mehr vorhanden. Ende! (die betroffene linke Seite ist auf dem Röntgenbild gar nicht drauf gewesen daher es fehlte ein Stück)

    Inzwischen hat Frau X sich die alten Röntgenaufnahmen von Bochum zusenden lassen.

    Zahnarzt Nr. 2, Detmold:Untersuchung. Fazit: "es gibt keine Kiefererkrankung" Punkt! Zitat: "…passen sie lieber auf, wenn sie von ihren Beschwerden irgendwo erzählen, daß man nicht sagt Frau X hat einen an der Waffel…“ (nicht der genaue Wortlaut aber sinngemäß)

    Zahnarzt Nr. 3(Kieferspezialist, Spezialklinik-Detmold):Untersuchung (mit 2 Personen - es kamen noch 2 weitere Personen hinzu - insg. 4 Personen - Auszubildende, Studierende u.a.Fazit: " jooo der Kiefer ist etwas verschoben“ - nach längerem Gespräch keine weitere Erwähnung mehr davon. Nichts! Zitat des Arztes höchst persönlich: "bei ihnen kommt mir ein gewisses Bauernfeeling rüber (Frau X trug an dem Tag eine etwas weitere Jeanshose!)Solche Leute wohnen meist in alten Häusern mit Schimmel was evtl. die Ursache für die Beschwerden ist" und auch: "man wird lange suchen müssen, um die Ursache für ihre Beschwerden zu finden"...

    Weitere Arztbesuche in Detmold:

    HNO-Arzt ---->
    Überweisung zum Radiologen
    CT Felsenbein
    MRT Gehirn mit Kontrastmittel
    Diagnosen: Schleimhautverdickung im Gesichtsbereich links

    Die Röntgenbilder wurden von einer speziellen Röntgenpraxis ausgewertet.

    Die Radiologin die die Röntgenbilder auswertete meinte sie würde im linken Bereich eine Verschattung sehen die auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hindeutet. Wenn die behandelt würde ginge auch die Schwellung im Gesicht weg.

    MRT ergab außerdem eine unerklärliche Schwellung bzw. evtl. eine Zyste((lt.Arzt!)? auf dem Röntgenbild (im Jochbeinbereich, da wo auch die Gesichtsseite breiter ist)

    Daraufhin erneute Überweisung zur Röntgenpraxis zwecks CT der Nasennebenhöhlen. Evtl. müsse auch operativ nachgesehen werden was dort ist. Auf Überweisung zum Radiologen stand: fragliche Schwellung Jochbogen (Orbitapfeiler).

    Erneute Auswertung durch anderen Röntgenarzt (dieselbe Praxis wie oben erwähnt – es praktizieren dort mehrere Ärzte!:

    Kein Nichts! Schwellung oder fragliche Verschattung verschwunden - Aussage der o.g. Ärztin wäre Quatsch -

    Nebendiagnose: Parodontitis

    Zurück zur HNO-Praxis in Detmold, dort arbeiten 3 Ärzte in einer Praxis:

    Arzt Nr. 1: Ihre "Empfindungen" sind psychiatrischer Art - da müsse gesucht werden.

    Arzt Nr. 2: Kurze Untersuchung: "am Kiefer müsse aber doch was gemacht werden“.

    Arzt Nr. 2 war bei den letzten Besuchen von Frau X nicht mehr da.

    Weiterer Arztbesuch in anderer Stadt (Paderborn):

    HNO: Nach einigem Schauen und Abtasten " Kiefer ist sowas von verschoben(also drastisch!)

    Überweisung zum Kiefer-Spezialisten.

    Kieferspezialist: Diagnose CMD - Behandlungsvorschlag: Anfertigung einer Schiene.

    Da Frau X von der Wohnung und überhaupt vom Wohnort weg wollte hatte es keinen Sinn eine Behandlung zu beginnen. Wenn Frau X Nachhinhein in versch. Foren mit Erfahrungsberichten von CMD-Erkrankten liest war es womöglich die richtige Entscheidung DENN viele Schienen verschlimmerten den Zustand der Erkrankten.

    Frau X fand einen sehr kompetenten Arzt in Münster. Dort hatte sie 3 Termine. Beim 3 ten Termin wurde für den 09. Februar eine Vermessung verabredet, um etwas anzufertigen. Ob es sich jetzt um eine Schiene handelte kann Frau X nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Tut auch nichts zur Sache.

    Vor diesem Termin am 09. Februar teilte sie dem Arzt die Wahrheit über ihre Situation mit, nämlich daß sie derzeit aufgrund versch. privater Umstände in einem Frauenhaus in Hannover ist. Sie hoffte, daß sie von dem Arzt eine Bestätigung über die Beschwerden bekommt. Womöglich hätte sie damit erreicht ein Einzelzimmer zu bekommen ( das sie inzwischen hat). Sie bekam keine Antwort.

    Am 09.Februar 2012 fuhr sie nach Münster in hoffnungsvoller Erwartung, daß nun endlich eine Behandlung beginnt. Dann die Enttäuschung: Frau X solle mal sehen, daß sie eine Adresse bekommt und der Arzt würde inzwischen versuchen, daß die Kasse die Kosten übernimmt und würde sich wieder melden. ABER vorher war sowieso eine Ratenzahlung abgemacht worden - warum der plötzliche Stimmungsumschwung? Zudem arbeitet Frau X zu dem Zeitpunkt. Man hätte die
    Abmachung einer Ratenzahlung beibehalten können! Frau X mußte 2 Stunden im kalten Behandlungszimmr warten, um dann diese Info zu bekommen für die sie 60 € Fahrgeld ausgegeben hat. Die anfängliche Begeisterung für den Arzt war dahin und gemeldet hat er sich bis heute nicht. Aufgrund dieser Verhaltensweise überlegt sich Frau X noch zu dem Arzt zu gehen - er ist aber nun mal einer der Besten.

    Der Kern der Frage, um die es hier geht ist folgende:

    Hat Frau X irgendein Recht auf irgendwas (Schadensersatz oder weiß der Geier), da sie mit den Beschwerden ja nun schon seit Anfang der 90er Jahre rumläuft und das halbe Leben praktisch versaut ist, weil sie sich durch die Beschwerden zeitweise im sozialen Bereich zurückgezogen hat - diese Kiefergeschichte wirkt auch auf Nerven und Muskeln ein und beeinrächtigte/beeinträchtigt wohl auch einen mimischen Nerv wodurch die linke Augenbraue verzogen wurde und die
    Selbstwahrnehmung stattfand die Frau X veranlasste sich zurückzuziehen. Aufgrund versch. Äußerungen hinsichtlich des Gesichtsausdrucks von Frau X - böse, unfroh usw. - brach sie Lehrstellen damals ab. Auf Arbeitsstellen ging es mit den Äußerungen weiter. Ursache war allein die Erkrankung wie Frau X heute weiß DENN auch wenn es in dem Moment in dem Frau X ihre Selbstwahrnehmung hatte womöglich gar nicht so war - sie prüfte sich eingehend im Spiegel nach Äußerungen von anderen - steigerte sie sich dermaßen dort hinein, daß sie dann gerade / oder erst dann mit einem unfrohen Gesicht herumlief. Frustration / Zerrissenheit u.a. waren die Folge davon. Bis Frau X das o.g. Foto sah und erkannte, daß es medizinische Ursachen hatte / hat.

    Ärzte gingen in den 90ern nicht darauf ein wie oben erwähnt. Ein Arzt meinte sogar - auf die Äußerung von Frau x, daß sie ein steifes Gefühl auf der linken Seite hat von oben bis unten - daß zwischen oben und unten gar kein Zusammenhang besteht. Eines Abends als Frau X mal wieder diese Selbstwahrnehmung hatte - es ging/geht mit Ziehen und Zerren auf der linken Gesichtsseite einher - ging sie sofort zu einer Neurologin am damaligen Wohnort. Diese meinte es sei wohl der
    Trigmeniusnerv aber sie könne Frau X nicht helfen? Wie? Sie war Neurologin ->Trigmeniusnerv gehört doch in den Bereich?

    Zusammengefasst interessiert mich mal, ob Frau X einen Anspruch in irgendeine Richtung hat, da ja quasi durch das Nichterkennen der Erkrankung oder das vorsätzliche Abtun der Beschwerden sowie Falschaussagen (oben und unten hängen nicht zusammen) die Erkrankung fortgeschritten ist u.a dahingehend, daß sich eine linksseitige Hypertrophie des Musculus masseter entwickelt hat woran Frau X sehr leidet. Auch etliche Beschwerden z.B. eine Unruhe von der linken Gesichtsseite ausgehend (bedingt durch Hyperaktivität des Muskels) hat sich verschlimmert teilsweise mit erheblichen Einbußen im sozialen Bereich (Rückzug, Nicht-ausleben können der eigenen Persönlichkeit) und Unterbrechungen in den alltäglichen Erledigungen.

    Wenn man auch rückwirkend für die 90er Jahre wahrscheinlich nichts mehr ausrichten kann (zumal Frau X alle Namen der Ärzte wohl nicht mehr zusammen bekommt und viele wohl aufgrund von fortgeschrittenem Alter mittlerweile nicht mehr praktizieren) kann man dann wenigstens irgendwas gegen die oben erwähnten Ärzte in Detmold etwas ausrichten? Denn Beleidigungen (Bauernfeeling) muß man sich als Patient wohl nicht antun? Eine Beschwerde ging damals an die Zahnärztekammer aber die werden wohl nur nachfragen, bißchen abmahnen (wenn berhaupt) und das war es dann.


    Gruß Hygeia

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  2. Nur eine Frage
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    Standard AW: Schadensersatz o.a. für lebenslanges Leiden?

    Danke. Den kannte ich noch nich.

 



 

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