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Rechtsforum | Ratgeber Recht | Fragen zum Arbeitsrecht: Abmahnung, Betriebsrat, Kündigungen, Era, Kurzarbeit, Versetzung, Elternzeit, Altersteiszeit
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| System Bot Registriert seit: Oct 2009
Beiträge: 658
| Hallo und guten Morgen, ich bin seit der Geburt meiner Tochter teilzeitschäftigt (25 Std.) bei einem großen Versicherungskonzern. Dort bin ich als Trainerin seit 16 Jahren beschäftigt. Eingestellt wurde ich mit dem Dienstsitz im ländlich gelegenen Trainingszentrum des in Hamburg befindlichen Konzerns. Dieser hat sich durch Fusionen vergrößert und auch die Arbeitsinhalte haben sich erweitert. Es kamen viele Dienstreisen hinzu, die ich vor der Geburt meiner nun 7 Jahre alten Tochter auch gut bewältigt habe. Nach einem Jahr Babypause trat ich wieder an, mit der Bitte, auf Dienstreisen zu verzichten, da ich als alleinerziehende Mutter keine ausreichenden Betreungsmöglichkeiten vor Ort habe. Dem wurde auch entsprochen. Seit einiger Zeit haben Kollegen unseren Bereich verlassen, und die Arbeitskräfte wurden nicht ersetzt (Personalpoitik). Da es nun eng wird mit der Bewältigung der Aufgaben, wird von mit verlangt, wieder zu reiden. Diese Dienstreisen beginnen oft am Sonntag nachmittag oder Abends mit der Anreise für ein Training, und enden teilweise erst nach einer Arbeitswoche am Freitag abend. Meine Tochter geht in einen Hort und wird dort von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr betreut. Alle zusätzlichen Betreuungszeiten müsste ich auch zusätzlich bezahlen. Zudem möchte ich auch gar nicht, dass mein Kind über einen längeren Zeitraum bei Betreungseinrichtungen nächtigt und von dort sie Schule besucht. Ich bezwiefle auch, ob hier eine Einrichtung so etwas bietet. Durch meine Teilzeitbeschäftigung bin ich seit der Geburt meiner Tochter in der niedrigsten Tarifstufe geblieben, im Gegensatz zu 90 % der Kollegen. Eine am Jahresbeginn beantragte Erhöhung der Tarifgruppe wurde nicht gestattet, entsprechend eine Beantragung zur Erhöhung der Arbeitszeit auf 80 % abgelehnt. Ich komme bereits im Rahmen meiner jetztigen Tätigkeit auf 100 Stunden Mehrarbeit seit Jahresbeginn. Dienstreisen würden mich nach oben katapultiern, da sie regelmäßig die Regelarbeitszeit von 10:30 Std. übersteigen. Ich bekomme überdurchschnittlich gute Rückmeldungen zu meiner Arbeit, die ich hier vor Ort erledige. Ich bin nun verunsichert: Mein Arbeitgeber sagt, meine Tochter sei doch nun alt genug, um sie auch mal allein zu lassen, uns so allmählich müssten Dienstreisen wieder drin sein. Gleichzeitig kommt man ganz konkret mit Anliegen auf mich zu, zu reisen. Für mich bedeutet das ganz konkret netto weniger im Geldbeutel, da ich noch mehr Betreuung zusätzlich einkaufen müsste. Ich habe keine Angehörigen, die nachts den Familienbetrieb aufrecht erhalten können. Habe ich das Recht, diese Form der Arbeit abzulehnen?
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| Linksetzer Registriert seit: 21.08.2009 Beiträge: 17 | |
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