Das Arbeitszeugnis: Formulierungen und Noten
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Zeugnisse kennt jeder noch von seiner Schulzeit. Auf der Arbeit im Beruf bekommt man oft ... Urteile und Rechtsfragen

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    Standard Das Arbeitszeugnis: Formulierungen und Noten

    Zeugnisse kennt jeder noch von seiner Schulzeit. Auf der Arbeit im Beruf bekommt man oft das letzte Zeugnis in der Berufsschule und falls man es so nennen will, bei Abschluss der Berufsausbildung. Auch weiterführende Schulen und besondere Berufsweiterbildungen wie Techniker, Meister und Betriebswirt ergeben irgendwann am Ende ein Zeugnis.
    Vom Arbeitgeber allerdings gibt es in der Regel keine Noten, wenn man von der Leistungsberuteilung einmal absieht.

    Ein Arbeitszeugnis ist eine feine Sache. Man erhält einmal einen Überblick darüber, wie der Chef über einen denkt. Ob er mit der Arbeit zufrieden ist und wie man eingeschätzt wird.
    Im Betriebsverfassungsgesetz sieht der § 82 ein Anhörungs- und Erörterungsrecht des Arbeitnehmers vor. Der Arbeitnehmer hat das Recht, in betrieblichen Angelegenheiten, die seine Person betreffen, von den nach Maßgabe des organisatorischen Aufbaus des Betriebs hierfür zuständigen Personen gehört zu werden. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen Entwicklung im Betrieb erörtert werden.

    Das besagt, der Mitarbeiter kann verlangen, dass ihm der Chef oder der Vorgesetzte einmal im Jahr erzählt, wie es um seine Leistungsbeurteilung ausschaut. Das ist allerdings kein Zeugnis, mit dem man sich zum Beispiel in einem anderen Betrieb bewerben kann.

    Ein wirkliches Arbeitszeugnis sieht anders aus. Dieses kann nach Abschluss der Ausbildung, als Zwischenzeugnis oder als Abschlusszeugnis erstellt werden.
    Häufig wird ein Zwischenzeugnis vom Arbeitnehmer gewünscht, dazu hat er aber nicht immer ein Recht. Ein Anspruch auf ein Zwischenzeugnis besteht oft nur bei einem wesentlichen Grund wie etwa für eine Bewerbung um eine neue Stelle, Vorlage bei Behörden und Gerichten oder Stellung eines Kreditantrages, Betriebsübernahme durch einen neuen Arbeitgeber, Insolvenz, bevorstehende persönliche Veränderungen des Arbeitnehmers (z.B. Versetzung, Weiterbildung) sowie geplante längere Arbeitsunterbrechungen (etwa ab einem Jahr) z. B. auf Grund von Wehr- oder Zivildienst.

    Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer immer einen Anspruch auf ein Endzeugnis, bei dem sich der Arbeitgeber an ein zuvor erstelltes Zwischenzeugnis halten muss.

    Das soweit zur Geschichte des Arbeitszeugnisses.

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  2. Support Team
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    Standard Was gehört in ein Arbeitszeugnis?

    Was gehört in ein Arbeitszeugnis? Auf jeden Fall die Art und Dauer der Tätigkeit was bei diesen Mindestangaben ein einfaches Zeugnis darstellt. Zusätzlich gehören immer die Tätigkeiten, die der Arbeitnehmer im Laufe des Arbeitsverhältnisses ausgeübt hat auf Papier. Sie sind so vollständig und genau zu beschreiben, dass sich künftige Arbeitgeber ein klares Bild machen können. Neben dem einfachen Arbeitszeugnis gibt es auch noch das qualifizierte Zeugnis. In ihm teilt der Arbeitgeber mit, wie sich der Arbeitnehmer im Arbeitsverhältnis verhalten hat und welche Leistung er erbracht hat.

    Und genau darum geht es, das Verhalten und die Leistungsbeschreibung in einem Arbeitszeugnis. Es kursieren schwarze Listen von Formulierungen, die einen Arbeitnehmer entweder als fachlich gebildet und anpassungsfähig oder aber ls schlampig und als Revolutzer oder Labertasche darstellen. Immer jedoch wohlwollend formuliert aber auf den ersten Blick erkennbar, dass hier ein versteckter Hinweis an den neuen Arbeitgeber übermittelt werden soll.
    Mittlerweile hat sich sogar ein Notensystem gebildet, wo durch die Formulierungsblöcke ganze Schulnoten verteilt werden.
    Dieser kleine Beitrag soll dabei helfen, unschöne Zeugnisse zu erkennen und die Einschätzung des Arbeitgebers zum Verhalten und der Leistung in einer Note einzuordnen, um sie mit seiner eigenen subjektiven Meinung zu vergleichen.

 



 

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