Kindegeld pfändbar?
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Kindegeld pfändbar? im Forum Familienrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Hallo, ich habe folgenedes Problem: Seit längerem zahle ich eine monatliche Rate an das besagte ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Nur eine Frage
    Registriert seit
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    Standard Kindegeld pfändbar?

    Hallo,

    ich habe folgenedes Problem: Seit längerem zahle ich eine monatliche Rate an das besagte Anwaltsbüro Andreas Schneider in Gütersloh.
    Jetzt bin ich Mama geworden und erhalte derzeit nur Kindergeld (Elterngeldantrag läuft).
    Jetzt wurde das Konto gesperrt bzw gepfändet.
    Ich habe schon mehrmals angerufen und schon des öfteren betont, dass ich durch die Geburt meines Sohnes kein festes Einkommen habe, und vom Kindergeld mehr oder weniger lebe. Aber dort lässt man kaum mit asich reden und wird abgespeist so nach dem Motto "das ist nun ihre schuld".
    Nun kann ich telefonisch niemanden in der Kanzlei erreichen, obwohl auf den Schreiben eine Zeitangabe von 8uhr bis 16uhr angegeben ist.
    Mir platzt der Kragen!
    Was soll ich tun?
    Darf mir wirklich das Kindergeld gepfändet werden? Habe ich keine Rechte um evtl die Monatsratenzahlungen auszusetzten, zumindest bis das Elterngeld da ist?
    Was soll ich denn jetzt am betsen tun? Bis ich einen Anwalt gefunden habe, vergehen wieder viele Tage und ich bracueh das Geld eigentlich sofort.
    Wer kann mir einen rat geben?

    Vielen dank im voraus für alle Tipps.

    MFG
    Fruchtzwerg

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    •   Alt


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  2. Manfred70
    Ratgeber Recht Gast

    Standard

    [SIZE=3]Kindergeld zählt zu den staatlichen nicht pfändbaren Sozialleistungen[/SIZE]

    [FONT=Times New Roman]Haben Sie Schulden, die Sie nicht zurückzahlen können und jetzt wollen Ihnen die Gläubiger Ihre staatliche Kindergeldzahlung pfänden?[/FONT]

    [FONT=Times New Roman]Dann haben Sie jetzt keine Sorge, denn Kindergeld kann im Regelfall nicht gepfändet werden.[/FONT]

    [FONT=Times New Roman]Allerdings sollten Sie aktiv werden, wenn ein Gläubiger besonders dreist vorgegangen ist und Ihr Konto bereits gepfändet wurde.[/FONT]
    [FONT=Times New Roman]Legen Sie bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht einen Widerspruch gegen die Pfändung ein und bitten um sofortige/ kurzfristige Entscheidung.[/FONT]

    [FONT=Times New Roman]Gleichzeitig sollten Sie beachten, dass Sie Ihr Kindergeld bis zum 7. Tag nach dem Geldeingang durch die Familienkasse trotz einer Kontopfändung von Ihrem Konto bar abheben können. [/FONT]
    [FONT=Times New Roman]Die Bank ist gesetzlich zur Auszahlung verpflichtet, auch trotz der bestehenden Kontopfändung. Legen Sie hierzu Ihren aktuellen Kindergeldbescheid vor.[/FONT]

    [FONT=Times New Roman]Haben Sie das versäumt und ist Ihr Geld am 8. Tag noch immer auf Ihrem Konto, ist die Bank gehalten das Geld an den Gläubiger zu überweisen. Dieses Geld kann nur in Ausnahmefällen zurückgeholt werden.[/FONT]
    [FONT=Times New Roman]Gesetzlicher Anspruch auf Rücküberweisung durch den Gläubiger besteht nur, wenn zuvor ein Antrag beim Amtsgericht gestellt wurde. [/FONT]
    [FONT=Times New Roman]Wurde dieser Antrag vom Gericht mit einer schriftlichen Freigabe positiv bestätigt, besteht die Rückbuchungspflicht seitens des Gläubigers.[/FONT]

    [FONT=Times New Roman]Legen Sie diesen gerichtlichen Beschluss sofort Ihrer Hausbank vor. Ab diesem Zeitpunkt sind Sie nun geschützt und eine Pfändung des Kindergeldes ist nicht mehr möglich.[/FONT]

    [SIZE=3]Beachten Sie: Wenn ein Gläubiger einmal eine Zahlung erhalten hat, versucht er alles um das Geld auch zu behalten. Also ofort aktiv werden, wenn eine Pfändung droht![/SIZE]

    Quelle:

    http://www.kindergeldhilfe.de/blog/2...geld-pfaendbar

    [SIZE=3]§ 54 SGB I Pfändung[/SIZE]

    [SIZE=3](1) Ansprüche auf Dienst- und Sachleistungen können nicht gepfändet werden.[/SIZE]
    [SIZE=3](2) Ansprüche auf einmalige Geldleistungen können nur gepfändet werden, soweit nach den Umständen des Falles, insbesondere nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Leistungsberechtigten, der Art des beizutreibenden Anspruchs sowie der Höhe und der Zweckbestimmung der Geldleistung, die Pfändung der Billigkeit entspricht.[/SIZE]
    [SIZE=3](3) Unpfändbar sind Ansprüche auf [/SIZE][SIZE=3]1.[/SIZE][SIZE=3]Erziehungsgeld und vergleichbare Leistungen der Länder sowie Elterngeld bis zur Höhe der nach § 10 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes anrechnungsfreien Beträge,[/SIZE]
    [SIZE=3]2.[/SIZE][SIZE=3]Mutterschaftsgeld nach § 13 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes, soweit das Mutterschaftsgeld nicht aus einer Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit herrührt, bis zur Höhe des Erziehungsgeldes nach § 5 Abs. 1 des Bundeserziehungsgeldgesetzes oder des Elterngeldes nach § 2 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes, soweit es die anrechnungsfreien Beträge nach § 10 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes nicht übersteigt,[/SIZE]
    [SIZE=3]2a.[/SIZE][SIZE=3]Wohngeld, soweit nicht die Pfändung wegen Ansprüchen erfolgt, die Gegenstand der §§ 9 und 10 des Wohngeldgesetzes sind,[/SIZE]
    [SIZE=3]3.[/SIZE][SIZE=3]Geldleistungen, die dafür bestimmt sind, den durch einen Körper- oder Gesundheitsschaden bedingten Mehraufwand auszugleichen.[/SIZE]

    [SIZE=3](4) Im übrigen können Ansprüche auf laufende Geldleistungen wie Arbeitseinkommen gepfändet werden.[/SIZE]
    [SIZE=3](5) Ein Anspruch des Leistungsberechtigten auf Geldleistungen für Kinder (§ 48 Abs. 1 Satz 2) kann nur wegen gesetzlicher Unterhaltsansprüche eines Kindes, das bei der Festsetzung der Geldleistungen berücksichtigt wird, gepfändet werden. Für die Höhe des pfändbaren Betrages bei Kindergeld gilt: [/SIZE][SIZE=3]1.[/SIZE][SIZE=3]Gehört das unterhaltsberechtigte Kind zum Kreis der Kinder, für die dem Leistungsberechtigten Kindergeld gezahlt wird, so ist eine Pfändung bis zu dem Betrag möglich, der bei gleichmäßiger Verteilung des Kindergeldes auf jedes dieser Kinder entfällt. Ist das Kindergeld durch die Berücksichtigung eines weiteren Kindes erhöht, für das einer dritten Person Kindergeld oder dieser oder dem Leistungsberechtigten eine andere Geldleistung für Kinder zusteht, so bleibt der Erhöhungsbetrag bei der Bestimmung des pfändbaren Betrages des Kindergeldes nach Satz 1 außer Betracht.[/SIZE]
    [SIZE=3]2.[/SIZE][SIZE=3]Der Erhöhungsbetrag (Nummer 1 Satz 2) ist zugunsten jedes bei der Festsetzung des Kindergeldes berücksichtigten unterhaltsberechtigten Kindes zu dem Anteil pfändbar, der sich bei gleichmäßiger Verteilung auf alle Kinder, die bei der Festsetzung des Kindergeldes zugunsten des Leistungsberechtigten berücksichtigt werden, ergibt.[/SIZE]

    [SIZE=3](6) In den Fällen der Absätze 2, 4 und 5 gilt § 53 Abs. 6 entsprechend.[/SIZE]
    Geändert von Manfred70 (03.12.10 um 13:19 Uhr)

  3. Hilfsbereit
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    Standard

    Zitat Zitat von Fruchtzwerg Beitrag anzeigen
    Darf mir wirklich das Kindergeld gepfändet werden? Habe ich keine Rechte um evtl die Monatsratenzahlungen auszusetzten, zumindest bis das Elterngeld da ist?
    Nicht das Kindergeld wurde gepfändet,ihr Konto wurde gepfändet.
    Gehen sie zu ihrem zuständigem Vollstreckungsgericht und beantragen sie eine Einschränkung der Kontopfändung.
    Zitat Zitat von Fruchtzwerg Beitrag anzeigen
    Seit längerem zahle ich eine monatliche Rate an das besagte Anwaltsbüro A. S. in G..
    Hat der Anwalt einen Titel erwirkt?
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