Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag
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Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag im Forum Arbeitsrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Seit 18.4. arbeite ich in der Landwirtschaft als Helfer bei meinem jetzigen AG . Im ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Fragesteller
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    2

    Standard Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag

    Seit 18.4. arbeite ich in der Landwirtschaft als Helfer bei meinem jetzigen AG. Im nachinein sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich nicht so ganz richtig finde die da wären:

    1. In meinem Arbeitsvertrag ist eine Wochenstundenzahl von 42h im Jahresdurchschnitt vereinbart.Da ich jedes 2. Wochenende allein die Tiere versorge lässt sich dies nicht bewerkstelligen.Sind die Stunden, die über die 42 hinausgehen als Überstunden zu vergüten?

    2.Laut Aussage meines AGs bin ich zum derzeitigen Tariflohn(9,0.-/h) für landwirtschaftliche Helfer angestellt. Laut der Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein werden für Mehrarbeit etc. entsprechende Zuschläge gezahlt(Mehrarbeit +25%, Sonntagsarbeit 50%, Nachtarbeit 15%, Feiertagsarbeit 125%). Einzusehen hier:
    http://lwksh.de/cms/fileadmin/user_u...svertraege.pdf
    Von denen habe ich bisher allerdings nichts gesehen(bekomme nur meinen regulären Stundenlohn) also meine Frage: Habe ich einen Anspruch auf die genannten Zuschläge?

    3. Ich mache sehr häufig Überstunden bis zu 13h täglich und manchmal über 60h wöchentlich.Generell habe ich jedes zweite Wochenende frei und einen Tag in den Wochen, an denen ich am Wochenende arbeite. Ist das rechtlich in Ordnung oder verstößt das schon gegen irgendwelche Auflagen des AzG?

    Und last but not least:
    Als es in letzter Zeit ein paar mal zu maximal 3 tägigen Arbeitsunfähigkeiten gekommen ist musste ich mir vor kurzem in einem Gespräch mit meinem AG vor zwei Zeugen eine/n "Alkoholproblem-Vorwurf/Verdächtigung" anhören.Hier mal der entsprechende Teil des Gesprächsablaufs:

    AG: "Durch solche Sachen verbaust du dir ja deine Zukunft. Außerdem gehen dadurch ja auch Gehirnzellen verloren."
    Ich: "Ich verstehe da zwar jetzt den Zusammenhang nicht, aber ok."
    AG: "Naja, wenn man über einen längeren Zeitraum Alkohol konsumiert oder ähnliches, dann bleiben ja irgendwann die grauen Zellen auf der Strecke."

    Meinen Mitarbeiten, so wie mir selbst fiel dementsprechend erstmal alles aus dem Gesicht.Und ich fand das ganze auch sehr beleidigend, auch wenn mein AG dazu neigt, das auf solche Art "durch die Blume" zu sagen, die eigentliche Aussage ist und bleibt ja nunmal dieselbe.Etwas ähnliches brachte er öfters wärend meiner 3 monatigen Probezeit: "Du musst schon bereit sein für Überstunden und diese machen, sonst wird das nichts mit uns beiden." eine sehr nett formulierte Drohung.

    Die Frage dazu ist, ob schon eine Beleidigung und somit ein triftiger Kündigungsgrund vorliegt oder nicht?!


    In den kommenden Tagen habe ich ein Gespräch mit meinem AG um vor allem mal die Überstundensituation zu klären sollte es zu keiner gütlichen Einigung kommen, so werde ich defenitiv die Künigung einreichen- weswegen mir die Antwort auf die letzte Frage besonders wichtig ist.

    Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!!!

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    •   Alt


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  2. Hilfsbereit
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    45

    Standard AW: Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag

    Hallo Cowboy
    Zum Tariflohn müsse man wissen, in welchem Bundesland du wohnst.
    Schau mal hier
    Tarifspiegel - Landwirtschaft

    Zu den Überstunden, klar müssen die vergütet werden, aber die Zuschläge müssten in deinem Arbeitsvertrag schriftlich fixiert sein.
    Anspruch hättest du auf sie, wenn dein Arbeitgeber und auch du tarifgebunden wäred. Du müsstest also in der zuständigen Gewerkschaft sein, und dein Arbeitgeber sich entweder freiwillig oder durch Eintritt in den Arbeitgeberverband dazu verpflichten.
    Ob das bei dir der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

    In meinem Arbeitsvertrag ist eine Wochenstundenzahl von 42h im Jahresdurchschnitt vereinbart
    Dann ist das die Zahl der Stunden die du leisten musst.
    Da ich jedes 2. Wochenende allein die Tiere versorge lässt sich dies nicht bewerkstelligen.
    Wer sagt das? Dein AG oder du? Machst du die Überstunden im eigenen Ermessen oder nach Aufforderung?

    Thema Alkohol, hat dein AG das Thema wirklich ohne jegliche Begründung aufgegriffen oder gab es dazu vielleicht doch einen Anlass?
    Wie dem auch sei, der Gesprächsauszug ist etwas ruppig, aber eigentlich noch im Bereich des normalen.


    3. Ich mache sehr häufig Überstunden bis zu 13h täglich und manchmal über 60h wöchentlich.Generell habe ich jedes zweite Wochenende frei und einen Tag in den Wochen, an denen ich am Wochenende arbeite. Ist das rechtlich in Ordnung oder verstößt das schon gegen irgendwelche Auflagen des AzG?
    Kann man so nicht direkt sagen, dazu müssten alle Umstände bekannt sein.
    Eigentlich sind 8 Stunden täglich die Obergrenze.
    Es können auch 10 werden, wenn die mehr gearbeitete Zeit innerhalb von 6 Monaten bzw. 24 Kalenderwochen wieder ausgeglichen wird, so dass durchschnittlich wieder ein 8-Stunden-Tag vorliegt.
    Mehr als 10 Stunden am Tag sind nur in Notfällen erlaubt.

    Hoffe dir etwas geholfen zu haben
    Das Helferlein

  3. Fragesteller
    Registriert seit
    Aug 2011
    Beiträge
    2

    Standard AW: Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag

    Erstmal vielen Dank für die Antwort!!!

    Ich komme aus Schleswig- Hol. Leider bin ich nicht in der entsprechenden Gewerkschaft, welches die IGBAU sein dürfte, von meinem Arbeitgeber weiß ich es nicht

    Wer sagt das? Dein AG oder du? Machst du die Überstunden im eigenen Ermessen oder nach Aufforderung?
    Sowohl als auch, wobei der Wochenenddienst alle zwei Wochen vom AG angeordnet ist.

    Thema Alkohol, hat dein AG das Thema wirklich ohne jegliche Begründung aufgegriffen oder gab es dazu vielleicht doch einen Anlass?
    Absolut keinen- weder die beliebte "Alkohol-Fahne am Arbeitsplatz" noch sonstiges. Den beiden Zeugen fiel entsprechend mimisch auch alles aus dem Gesicht...

    Zu den Umständen der Überstunden:

    Der geringste Teil davon(der über 10h hinausgeht) könnte als notfallbedingt eingestuft werden, wenn beispielsweise noch Tiere gefüttert werden müssen oder ähnliches.
    Die absolute Mehrheit allerdings entsteht durch die "Extrawünsche" und Fehlentscheidungen meines AGs zum Verständnis:

    Meine eigentliche Arbeitszeit wäre, da ich hauptsächlich für die Melkarbeit eingestellt bin unter der Woche von 5:00-11:00 und dann wieder von 15:00-18:30 bzw.18:00 am Freitag- der 42h Woche entsprechend. Neben der Arbeit auf dem Melkstand gehören alle möglichen, auf die Viehherde bezogenen Aufgaben mit zu den meinigen. Unter anderem auch das Errichten, Reparieren und Instandhalten bzw. Freimähen der Zäune auf unseren Kuhweiden.Ich mache meist alle 2-3 Tage in meiner Pause oder nach Feierabend eine Fahrt zu den Weiden, prüfe den Strom auf den belegten und den Bewuchs/Verwucherung des Zaunes auf den unbelegten.

    Wenn ich dann meinen Chef darauf hingewiesen habe, auf den (noch) unbelegten Weiden müsste dringend die Einzäunung freigemäht werden, bevor diese völlig einwuchert wurde dies von ihm meist, wenn nicht gar immer abgewiesen, weil andere Arbeiten derzeit wichtiger wären. Und nun passiert folgendes:

    Auf einem belegten Stück, das in mehrere Parzellen unterteilt ist zerstört das Jungvieh wärend einer gewittrigen Nacht mehrere Teile des Zaunes der größten, futterreichsten Parzelle wird dann aber auf die restlichen getrieben und abgesperrt. Nun stimmt auf der entsprechend kleineren Weide die Futterversorgung natürlich nicht mehr. Also lautet der Arbeitsauftrag des AGs am nächsten Morgen, dass der Zaun beschriebene unbelegte Weide UNBEDINGT auf vordermann gebracht werden muss, damit die Tiere umgesiedelt werden können. Vom Zaun ist mitlerweile weder Pfahl noch Draht zu sehen, vor lauter Knickauswucherungen, 1,80 hohen Brennnesseln und ähnlichem und so sehen die folgenden Arbeitstage/zeiten so aus: 5:00-12:00 12:30-18:30 (13h)

    Ausgleich gab es bisher nicht so wirklich- ich werde mir meine Stunden nochmal durchrechnen und das dementsprechend beantragen müssen.

    Vielen Dank im Vorraus für die Antworten!!!

  4. Hilfsbereit
    Registriert seit
    Aug 2010
    Beiträge
    1,324

    Standard AW: Probleme mit dem AG/ Arbeitsvertrag

    Thema Überstunden.


    Wochenendarbeit und Überstunden
    Wochenendarbeit ist im grünen Bereich häufig notwendig. Pflanzen und Tiere brauchen Pflege an sieben Tagen in der Woche. Deswegen sollte im Einstellungsgespräch festgelegt werden, wie diese Bereiche zu regeln sind. Zu beachten ist, dass nach dem Arbeitszeitgesetz in der Landwirtschaft mindestens 15 Sonntage im Jahr und in der Tierhaltung nach dem gültigen Tarifvertrag 12 Sonntage (monatlich ein Sonntag) arbeitsfrei bleiben müssen.

    Überstunden sind der häufigste Anlass für Unzufriedenheiten. Hier sollten möglichst kreative Regelungen getroffen werden. Oft werden Überstunden mit entsprechenden Zuschlägen bezahlt. Genauso kann es aber auch den Parteien lieber sein, dass diese in Freistunden umgewandelt werden. Attraktiv für den/die Arbeitnehmer/in kann es zum Beispiel sein, Überstunden gebündelt in der arbeitsärmeren Zeit zur Urlaubsverlängerung zu nutzen.

    In der Landwirtschaft betragen die Zuschläge laut Tarifvertrag für
    - Mehrarbeit 25 %
    - Nachtarbeit 15 %
    - Sonntagsarbeit 50 %
    - Feiertagsarbeit 125 %
    des jeweiligen Stundenlohnes. Beim Zusammentreffen mehrerer Zuschläge (mit Ausnahme des Zuschlages für die Nachtarbeit) ist jeweils nur der höchste Zuschlag zu zahlen.

    Für jede/n Arbeitnehmer/in ist ein individuelles Arbeitszeitkonto anzulegen. Arbeitsstunden, die über die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden hinausgehen (Mehrarbeit) und die nicht mit Minderarbeitsstunden verrechnet werden können, dürfen bis zu 520 Stunden auf diesem Arbeitszeitkonto auflaufen. Sie sind durch Freizeit auszugleichen.
    Quelle: landwirtschaftskammer.de
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    ---------------------------------------------
    http://www.echte-abzocke.de/

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