Energiewende: Kosten für Sanierungen Mietminderung bei Sanierung und Mietnomaden
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Energiewende: Kosten für Sanierungen Mietminderung bei Sanierung und Mietnomaden im Forum Aktuelle News vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

      

Leute es ist Weihnachten. Zeit für die Bundesregierung mal wieder klammheimlich ein neues Gesetz auf ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Nur eine Frage
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    Standard Energiewende: Kosten für Sanierungen Mietminderung bei Sanierung und Mietnomaden

    Leute es ist Weihnachten. Zeit für die Bundesregierung mal wieder klammheimlich ein neues Gesetz auf den Weg zu bringen. Mit der Energiewende soll auch das Mietrecht reformiert werden. Was hier als Reform des Mietrechts zum Wohle der Mieter in Rahmen der Energiewende verkauft wird, ist eine bodenlose Frechheit oder wie der Mieterbund es ausdrückt eine "Schweinerei".

    Eine Wende i nder Energiepolitik ist ja schön und gut. Ob der eingeschlagene Weg der richtige ist, darüber lässt sich streiten, aber es darf und muss doch nicht immer der klene Mann mit weiteren Kosten belastet werden. Die Mieten sind heute doch schon viel zu hoch. Die zweite Miete, die Betriebskosten oder Nebenkosten fressen ein so großes Loch in die Haushaltskasse, da wird man ja verrückt.

    Warum mich das ganze so aufregt? Mit der Energiewende soll das Mietrecht in einem ganz wichtigen Punkt deutlich zu Lasten der Mieter verändert werden. Wohnungseigentümer sollen die Möglichkeit bekommen, Mietminderungen die eigentlich im Zuge einer Sanierung / Modernisierung möglich wären, etwa weil es sehr laut und schmutzig wird oder weil die Fassade eingerüßtet wird, sollen danach für eine Zeit von drei Monaten ausgeschlossen sein.

    Im ersten Moment könnte man denken, das ist doch mal ein Anreiz für den Eigentümer seine alte Kaschemme umzubauen, gerade wen nes sich um ein Objekt mit vielen Wohnungen handelt und der Mietausfall in einem solchen fall gleich mehrere tausend Eurobetragen kann. Auch soll dem Eigentümer von nur einer vermieteten Wohnung die Sanierung schmackhaft gemacht werden, weil die Einnahmen aus Vermietung Bestandteil seiner Finanzierung sind und er auf sie nicht verzichten kann. Wie gesagt, hört sich ja alles gut an, aber warum soll ein Mieter für seine Wohnung die volle Miete zahlen, wenn die Wohnung nicht voll undganz genutzt werden kann?
    Das ist keine Reform, das ist eine einseitige Belastung der Mieter.

    Zudem würde diese Änderung den Mieter doppelt treffen. Erst einmal wäre dieMinderung des Mietzinses ausgeschlossen, wodurch zwar keine höhere Ausgabe erfolgen würde, aber man für etwas die gleiche monatliche Summe zahlen müsste, was vom Wert her, zumindest für drei Monate, geringer anzusehen wäre. Die Lebensqualität für die ja schließlich auch gezahlt wird, wäre eingeschrämkt, wenn morgens um achtUhr die Handwerker auf dem Gerüßt ins Schlafzimmer schauen. Also die Miete müsste in gleicher Höhe gezahlt werden, obwohl man nicht mehr das gleiche zurück erhält. Das ist so in der Art meiner Meinung nach nicht in Ordnung. Aber es kommt ja noch schlimmer. Nach der Modernisierung kommt dann die Mieterhöhung. Elf Prozent der Kosten der Sanierung kann der Vermieter auf die Miete umlegen. nehmen wir an, es entstehen Sanierungskosten von zweihundert Euro pro Quadratmeter, so würde die monatliche Miete um knapp 130 Euro steigen wenn es sich um eine siebzig QM große Wohnung handelt. Es kann sich ja jeder gern mal ausrechnen, was bei seiner Wohnunggröße auf ihn zukommen würde. Aber allein hundertdreißig Euro Miete mehrim Monat ist der Hammer. Okay, der Vermieter investiert und zahl den größeren Teil der Kosten, aber er bekommt die komplette Summe ja in Raten über die Mietzahlung zurück. Ist dann in etlichen Jahren die Investition durch die Erhöhung der Miete im Gleichstand, macht er wieder ein plus.

    Macht aber auch der Mieter ein Plus durch eine Modernisierung der Wohnung, etwa weil neue Fenster eingebaut werden oder das Haus gedämmt wird? Was bringt denn so eine Sanierung an Einsparungen bei den Nebenkosten. Hat jemand von euch so einen Fal lschon mal mit erlebt? Kann man da einen Richtwert festlegen? Sind 50 Euro Einsparungen bei den Heizkosten im gegenzug zu den Ausgaben von 130 Euro als Mieterhöhung ein zumutbarer Ausgleich? Sind diese fiktiv angenommenen 50 Euro Reduzierung der Betriebskosten für die Heizung zu hoch oder zu gering angesetzt?
    Wie dem auch sei, ich glaube nicht das eine Minderung der Heizkosten in einem solchen Fall so hoch ausfallen würde, wieim gleichen Atemzuge die Miete erhöht wird. Unterm Strich bleibt also direkt nach Abschluss der Sanierungsarbeiten ein Minus für den Mieter, dass sich über die gesammte Mietdauer fort setzt.
    Jetzt ist das aber nicht alles, der Hammer kommt ja noch. Mieter müssen nur soclhe Modernisierungen mittragen, die ihnen auch Geld sparen. So soll zumindest ein gewisser Gegenwert für die Mieterhöhung gegeben sein. Zukünftig will die Regierung aber auch, dass die Umlage der Kosten auf den Mieter auch dan nstatt finden darf, wenn es sich lediglich um Modernisierungen handelt, die gut für das Weltklima sind und dem Mieter gar nichts bringen. Jetzt könnte man sagen, jeder muss seinen Teil zu einem Klimawandel beitragen. Machen wir doch auch alle gern. Aber der Mieter zahlt dem Mieter eine Miete für den gebracuh der Mietwohnung, nicht dafür das es in Deutschland ein tolles Kllima gibt und ander Länder ihren Dreck ungehidert in die Luft blasen. Erst europaweite Regelungen treffen, dann alle bezahlen lassen und nicht wir laufen voraus und die anderen lachen sich schlapp.
    Bei dem Beispiel könnte der Vermieter nach Willen der Bundesregierung die Kosten für den Umstieg auf Fernwärme oder die zukünftige Nutzung von Solathermie als Modernisierungskosten auf den Mieter umlegen. Davon hat dieser mal rein gar nichts, außer dann eine höhere Miete. Der Hohn bei der Sache wäre, der Mieter würde in seinem Bekanntenkreis dann erzählen können: Hey, der Strom für meinen Küchenherd kommt nun bei mir vom Dach. Ob er läuft habe ich aber noch nicht ausprobiert, habe kein Geld mehr mir Lebensmittel zu kaufen, weil die Miete so hoch geworden ist. Lächerlich!

    Schauen wir zurück z udem Beispiel. 70 qm Wohnung - 200 Euro pro qm Kosten = 14000 Euro Kosten der Modernisierung.
    In neun Jahren würde durch eine um 130 Euro höhere Miete die Kosten der Modernisierung fürden Vermieter ausgeglichen sein. Aber nur, wen nder Mieter bis dahin nicht ausgezogen ist. Die durchschnittliche Mietdauer bei Wohnungen liegt aber nur knapp über drei Jahre. Was macht der Vermieter also wen nder Mieter auszieht, der zum Zeitpunkt der Modernisierung in der Wohnung gewohnt hat? Klar, er erhöht die Miete für den nächsten Mieter, und lockt ihn mit niedrigen Nebenkosten und einer verbesserten Wohnqualität. Dem ist ja auch nichts entgegen zu setzen. Wer vermietet legt den Preis der Wohnung fest und wenn er sich im Rahmen des Mietspiegels befindet ist das auch rechtlich kein Problem.

    Nehmen wir an, er hat für die Wohnung zuletzt eine Kaltmiete von 380 Euro erhalten. Plus die 130 Euro Erhöhung nach der Modernisierung sind zusammen 510 Euro. Das ist mal nicht wenig. Würde er die Wohnung bei Auszug aus der Mietwohnung (Auszug aus der Mietwohnung: Alle Urteile zur Renovierung) wieder für 510 Euro anbieten?
    Ich glaube nicht. Sind wir mal optimistisch, dann läge die Miete für den neuen Mieter bei 565 Euro.
    Der Vermieter würde also ein monatliches Plus von 55 Euro machen. In den ersten drei Jahren hat er vom alten Mieter 4680 erhalten. Es stehen also noch 9320 Euro aus, die er in die Modernisierung gesteckt hat. Nun bekäme er diese Kosten mit 185 Euro mehr zurück erstattet. Wieder in drei Jahren bis zum nächsten Mieter wären davon 6660 Euro zurück in die Tasche des Vermieters gewandert. Die letzten kanpp dreitausend Euro wären dan in zwei Jahren drin wen ndie Miethöhe so belassen würde. Unterm Strich ein Jahr an Wartezeit für den Vermieetr gespart und ab dann fahren wir aber mal so richtig in die Gewinnzohne. 185 Euro im Monat mehr als vor acht Jahren und das bei einer Wohnung. Daraus ergibt sich, Modernisierungen können für die Zukunft eine Goldgrube sein.

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  2. Nur eine Frage
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    Standard AW: Energiewende: Kosten für Sanierungen Mietminderung bei Sanierung und Mietnomaden

    Die Reform des Mietrechts soll weiterhin die Rechte des Vermieters stärken, wenn sie einem Mietnomaden aufgesetzt sind. Das ist mal nicht schlecht, dem stimme ich zu. Aber die Fälle wo Mietnomaden den Vermieter schädigen sind prozentual gering, wen nauch in ihrer Form sehr schlimm. Im gegenzug dies als Gewinn für den Verbraucher dar zu stellen, ist eine bodenlose Frechheit. Auf der anderen Seite steht ja auch, dass Vermieter einen Mieter eher raus werfen können ,wenn sie mit den Kautionszahlungen im Verzug gekommen sind. Erst kürzlich hat der BGH ja entscheiden, dass bereits bei fehlen von weniger als zwei Monatsmieten eine Kündigung der Mietwohnung möglich sein kann. Also hopp, wenn es mal auf der Arbeit schlecht läuft, kommt der Verlust der Wohnung noch hinzu.

    Und dann kommt die tollste Nachricht, das Verkaufsargument, das Highlight, die positive Bilanz für den Mieter. Mieten sollen anch der Änderung des Mietrechts nur noch um 15 Prozent binnen drei Jahren steigen dürfen. Na das ist doch mal ein Gewinn, da kann man vor Glück kaum mehr die Freudentränen zurück halten.

    Aber.... es ist ja blad Weihnachten und da geht das ganze ohne Murren durch und nächstes Jahr wundern sich dann alle.

    Ich die Energiewende wollte das so nicht
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